Aus der Chronik des Alten

Aus der Chronik des Alten

Gedichte
48 Seiten, Format: 14x21, gebunden
Erscheinungsjahr: 2004 | ISBN: 978-3-88423-228-6

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Über dieses Buch

Der Lyriker Petre Stoica ist ein Chronist des Banalen, dem er poetische Züge abtrotzt. In seinen Gedichten versammelt er alltägliche Motive in leicht surrealer Verzerrung. Es geht um die frühe Dorfwelt, um Kleinstädtisches, Jahreszeitliches: Tagebuchnotizen aus Rumänien, Selbstportraits.

Ein einsamer Mann schaut sich um, er erinnert sich der Kindheit, schimpft auch gelegentlich und formuliert doch nicht ohne Stolz: Meine Gedichte Kinder im Regen stehengelassen meine Gedichte klamm gewordene Finger meine Gedichte Säcke mit Lumpen gefüllt meine Gedichte ja meine glorreichen Gedichte Wenn sie nicht gefallen rotzt drauf werft mit Steinen nach ihnen Wenn Melancholie aufkommt, weil sich die Welt nicht nach den Vorstellungen des Dichters richten will, konterkariert er diese durch (Selbst-)Ironie. Hart rechnet er ebenso mit der Vergangenheit der stalinistischen Repression wie mit der Gegenwart der neuen Reichen und Pseudodemokraten ab.

Autor

Petre Stoica, geboren 1931 im rumänischen Banat, lebt nach vielen Jahren in Bukarest heute wieder dort. Seit 1963 machte er als Redakteur der Zeitschrift Das 20. Jahrhundert das rumänische Lesepublikum mit der neueren deutschen Literatur bekannt. Er veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände, in Deutschland erschien 1977 der Auswahlband Und nirgends ein Schiff aus Attika, übersetzt von Oskar Pastior.