Ré Soupault
Herausgeber: Manfred Metzner
Fotograf/in: Ré Soupault

Ré Soupault

Die Fotografin der magischen Sekunde

Katalog
192 Seiten, Format: 20 x 23 cm, gebunden
Erscheinungsjahr: 2007 | ISBN: 978-3-88423-282-8

25.80 EUR inkl. 7% gesetzl. MWSt
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vergriffen

Über dieses Buch

Umfangreiches Katalogbuch zur ersten großen Werkschau von Ré Soupault. Zahlreiche bisher unveröffentlichte Schwarzweiss-Fotografien v.a. aus Spanien, Norwegen und Deutschland ergänzen die bisher erschienenen Fotobände der Kosmopolitin. Auswahltitel zum Deutschen Fotobuchpreis 2008.

Das fotografische Werk der Bauhaus-Schülerin Ré Soupault (1901-1996) entstand zwischen 1934 und 1950. Im Spannungsfeld zwischen dem »Neuen Sehen« am Bauhaus, Dadaismus, Konstruktivismus und Avantgardefilm entwickelte sie in den zwanziger Jahren ihren eigenen Stil, den sie in der Fotografie umsetzte. Wie sie die geometrischen Grundformen Kreis, Dreieck, Quadrat dem Bildaufbau zugrunde legte und Bewegungen in ihre Bilder integrierte, entsprach dem experimentellen, innovativen Stil jener Zeit. Neben einigen ihrer berühmten Bilder aus dem »Quartier réservé« in Tunis von 1939 oder aus dem Paris der dreißiger Jahre sind in diesem neuesten Band ihrer Werkausgabe zahlreiche bisher unbekannte Fotografien aus dem Nachlaß Ré Soupaults enthalten, vor allem aus Norwegen von 1935, Deutschland von 1935 und 1950, oder über andalusische Bauern vor Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs 1936.

Herausgeber

Manfred Metzner lebt als Verleger und Rechtsanwalt in Heidelberg. Er ist Herausgeber der Philippe-Soupault-Werkausgabe und des fotografischen Werks von Ré Soupault.

Über Ré Soupault

Ré Soupault, geboren 1901 als Erna Niemeyer in Pommern, arbeitete bereits während ihres Studiums 1921-1925 am Bauhaus in Weimar mit dem Avantgardisten Eggeling an dessen Experimentalfilm »Diagonal-Symphonie«. Über ihren Mann, dem Dadaisten und Filmkünstler Hans Richter lernte sie u.a. Man Ray und Sergeij Eisenstein kennen. Sie ging 1929 nach Paris, wo sie ihr erstes eigenes Modestudio »Ré Sport« einrichtete. Im Kreis der Pariser künstlerischen Avantgarde traf sie Phillipe Soupault. Mit ihm unternahm sie ab Mitte der dreißiger Jahre zahlreiche Reisen durch Europa und Amerika, wo sie seine Reportagen fotografisch begleitete. Seit 1946 wieder in Europa, arbeitete sie als Übersetzerin (u.a. André Breton, Philippe Soupault) und Rundfunkautorin. Sie starb 1996 in Paris.