Erinnern, Bewahren, Gedenken

Die jüdischen Einwohner Heidelbergs und ihre Angehörigen 1933-1945

Biographisches Lexikon mit Texten
542 Seiten, Format: 20,5 x 23 cm, gebunden
Erscheinungsjahr: 2011 | ISBN: 978-3-88423-353-5

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Über dieses Buch

Seit 1991 trugen die Autoren dieses Bandes Daten der von 1933 bis 1945 in Heidelberg mit Wohnsitz verzeichneten jüdischen Einwohner zusammen. Parallel zur alphabetischen Grundgliederung werden systematisch Familienkontexte über mehrere Generationen dargestellt. Dadurch gewinnt das Bild der jüdischen Bewohnerschaft Heidelbergs von 1933-1945 Plastizität und biographische Tiefe. Durch Einbezug anderer Dokumentationsbestände, Archivrecherchen und umfangreicher Korrespondenzen entsteht ein stabiles Abbild der Lebensläufe von annähernd 2000 Personen.

Die Dokumentation der europäischen jüdischen Geschichte in der Epoche der systematischen Verfolgung, Deportation und Tötung von Millionen europäischer Juden bedarf nach wie vor einer dokumentarischen Anstrengung, die zugleich Bewahrung der Erinnerung für künftige Generationen darstellt. Denn es ist auch die Geschichte eines singulären Zivilisationsbruchs mit unvorstellbarem Leid. Neben den Stammdaten enthalten die Einzeleinträge Auskünfte über Schul- und Berufsausbildung, Karriereverläufe, Deportations- und Emigrationsschicksale, Wohnadressen in Heidelberg sowie Verwandtschaftsbeziehungen. Wesentliche Veröffentlichungen der dargestellten Personen werden ebenso aufgeführt wie deren Funktionen im jüdischen Gemeindeleben und anderen Tätigkeitsfeldern. Ergänzt wird der Band durch eine umfangreiche Bilddokumentation. Besonders aufschlussreich und eindrucksvoll war für die Autoren die Begegnung mit ehemaligen jüdischen Einwohnern und deren Nachkommen, die von großem Vertrauen und lebhafter Anteilnahme an diesem Projekt bestimmt waren.

Presse

»Geschichte lebendig halten - das war für Heidelberg schon immer ein wichtiges Anliegen. Und so hat die Stadt kürzlich wieder ihre ehemaligen jüdischen Bürgerinnen und Bürger zum Treffen an den Neckar geladen. Für die Gäste gab es ein wertvolles Geschenk: ein Buch, das an die Schicksale aller jüdischen Bürger in Heidelberg während der NS-Zeit erinnert. Ein Heidelberger Forscherteam hatte die Namen und Lebensläufe über zehn Jahre lang recherchiert. "Erinnern, Bewahren, Gedenken" , so heißt das Buch.«
So wurde "das Gedenkbuch" in der Sendung vom Mittwoch, 29 Juni 2011, auf SWR Fernsehen in Baden-Württemberg präsentiert. Unter diesem Link können Sie sich die Sendung online immer noch ansehen: "Erinnern, Bewahren, Gedenken".

Im Buch blättern:


Autor

Claudia Rink, M. A. Studium der Kunstgeschichte und Germanistik. Ausstellungsmacherin. Forschungen zur jüdischen Geschichte. Verschiedene Beiträge zur Personen und Orten der Heidelberger Stadtgeschichte.

Dr. Norbert Giovannini, Jg. 1948, Fachleiter am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Mannheim, Grund- und Hauptschullehrer; Forschungen zur Universitätsgeschichte und jüdischen Geschichte der Stadt Heidelberg. Mitherausgeber von "Jüdisches Leben in Heidelberg" (1992) und "Erinnertes Leben" (1998). Dozent am Institut für deutsche Sprache und Literatur an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Dr. Frank Moraw, im Jahr 2011 gestorben, war Gymnasiallehrer i.R.; Forschungen zur jüdischen Geschichte Heidelbergs, u.a. Mitherausgeber von "Erinnern, Bewahren, Gedenken" (2011), "Erinnertes Leben" (1998) und "Oppenheimer — Eine Heidelberger Familie vor dem Holocaust" (1998).