Thomas Wrede- Inszenierung und Wirklichkeit

135 Seiten, Hardcover
Erscheinungsjahr: 2013 | ISBN: 978-3-88423-437-2

15.00 EUR inkl. 7% gesetzl. MWSt

erscheint: vergriffen

Über dieses Buch

Für den Künstlerfotografen Thomas Wrede ist die Realität eine Frage der Perspektive. In seinen Werkserien, die er mit analoger Fototechnik ablichtet, operiert er mit verschiedenen Wirklichkeitsebenen, inszeniert Wahrnehmungsbrüche und Sehnsuchtsmotive und stößt damit weltweit auf Interesse.

Bei der Serie Manhattan Picture Worlds verschmelzen überdimensionale Werbeflächen mit dem umgebenden Außenraum zu einer neuen Kulisse. Die großformatigen Real Landscapes zeigen weite Landschaftspanoramen, in die der Fotograf kleine Störelemente eingebaut hat. Letztere brechen die Suggestionskraft der Bilder und machen stutzig, was denn nun in Wirklichkeit und mit welcher Intention abgelichtet ist. In der retrospektiven Bitburger Ausstellung wird ein Überblick über Thomas Wredes in den letzten 15 Jahren geschaffenen Werkserien gegeben. Teile der Ausstellung wurden in ähnlicher Form bereits in Los Angeles, San Francisco, New York und Berlin gezeigt.

Die zugehörige Ausstellung findet vom 22. März bis 23. Juni 2013 in der Neuen Galerie im Haus Beda Bitburg statt.

Herausgeber

Ute Bopp-Schumacher studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Volkswirtschaftslehre und promovierte über Bankenarchitektur. Sie ist freiberuflich tätig. Seit 1993 betreut sie die Kunstsammlung der Deutschen Bank Luxembourg als Kuratorin und schrieb Kataloge über diese Sammlung und Architektur. Seit 2009 kuratiert sie darüber hinaus jährlich zwei bis drei Ausstellungen für zeitgenössische Kunst im Auftrag der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung in Bitburg.

Dr. Hanns Simon gründete die nach ihm benannte Stiftung anlässlich seines 60. Geburtstages im Jahr 1968. In den Jahren 1974-1976 entstand mit Mitteln der Stiftung in Bitburg, der Heimatstadt Simons, das Kulturhaus Beda.

Thomas Wrede

Thomas Wrede wurde 1963 in Letmathe geboren. Er studierte von 1985 bis 1991 an der Kunstakademie Münster. 1997 erhielt er den Karl-Hofer-Preis in Berlin, 2002 den Fotografiepreis Wiesbaden. Von 1998 bis 2005 kehrte er als Dozent an die Kunstakademie Münster zurück. Seit vielen Jahren thematisiert er in seinen fotografischen Arbeiten die Themen Wirklichkeit und Wahrnehmung, zudem fasziniert ihn die Beziehung vom Menschen zur Natur.