Die Heilige Jungfrau vom Nil

Roman

216 Seiten, gebunden
Erscheinungsjahr: 2014 | ISBN: 978-3-88423-469-3

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ISBN 978-3-88423-458-7

Über dieses Buch

Am 7. April 2014 jährte sich zum zwanzigsten Mal der Völkermord in Ruanda. Vor dem Hintergrund der aufkommenden Gewalt, die 1994 zum verheerenden Völkermord eskaliert, schildert Scholastique Mukasonga den Schulalltag in den 1970er Jahren.

Töchter ranghoher Politiker, Militärs, Geschäftsleute und Diplomaten einerseits, sowie mittelloser Bauern andererseits leben im christlichen Mädcheninternat Notre-Dame-vom-Nil zusammen. Hoch in den Bergen, nahe einer der Quellen des Nils erhalten sie unter strenger katholischer Aufsicht, fernab allen Verführungen der Großstadt, ihre Schulbildung. Sie sind größtenteils Hutus, die Aufnahme der Tutsi ist durch eine 10% Quote geregelt. Die schon angespannte Lage spitzt sich weiter zu, als zur Weihung einer neuen Marienstatue an der Nilquelle auch die militante Ruandische Jugend geladen wird. Haben die Tutsi-Mädchen richtig eingeschätzt, wie gefährlich die Lage für sie wird?

Im Buch Blättern


Auszeichnungen

Bestenliste »Weltempfänger« Nr. 24 Herbst 2014: 4. Platz

Presse

»Mukasonga gelingt ein so ungewöhnlicher wie packender Rwanda-Roman.« Neue Zürcher Zeitung

»Der Roman ›Die Heilige Jungfrau vom Nil‹ ist poetisch trotz seines erschreckenden Themas. Er zeigt im Spiegel eines Mikrokosmos die Mechanismen der Gewalt und des Hasses.« NDR

»Dann aber beginnt man zu lesen und hört nicht mehr auf« Süddeutsche Zeitung

» ›Die Heilige Jungfrau vom Nil‹ ist eine luzide, eine beängstigende Studie zu einem offenbar angekündigten Inferno« Badische Zeitung

»Mukasonga gelingt es .....eines von mörderischem Hass getriebenen Konfliktes ein alltägliches und an Situationen festgemachtes Gesicht zu geben.« Sonntaz

Autor

Scholastique Mukasonga, geboren 1956 in Ruanda, musste schon in ihrer Kindheit die Gewalt und Demütigungen des ethnischen Konflikts in Ruanda erfahren. 1973 wurde sie nach Burundi ins Exil vertrieben. Ein Großteil ihrer Familie viel dem Völkermord in Ruanda 1994 zum Opfer. Notre-Dame vom Nil ist bereits ihr viertes Buch und wurde 2012 mit dem »Prix Renaudot« ausgezeichnet. Sie lebt heute mit ihrer Familie in der Normandie.

Herausgeber

Indra Wussow studierte Literaturwissenschaft, lebt in Johannesburg/Südafrika und auf Sylt. Sie arbeitet als Autorin, literarische Übersetzerin und Kuratorin für verschiedene internationale Einrichtungen. 2002 gründete sie auf Sylt die von ihr geleitete Stiftung kunst:raum sylt quelle. Mit Stipendien, Ausstellungen, Aufführungen und Veröffentlichungen werden zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen sowie Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus unterschiedlichen Nationen gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst. 2008 eröffnete die Stiftung eine Dependance in Johannesburg, das Jozi art:lab.

Übersetzung

Andreas Jandl, geboren 1975, studierte Theaterwissenschaften, Anglistik und Romanistik in Berlin, London und Montréal. Seit 2000 arbeitet er freiberuflich als Redaktionsassistent, Dramaturg und Übersetzer aus dem Englischen und Französischen. Zu seinen Übersetzungen gehören Theaterstücke und Romane u.a. von Daniel Danis, Nicolas Dickner, Mike Kenny, Michael Mackenzie, Gaétan Soucy und Jennifer Tremblay.