Mythos Wald

Historische und zeitgenössische Interpretationen zum Thema Wald und Bäume

160 Seiten, gebunden
Erscheinungsjahr: 2014 | ISBN: 978-3-88423-485-3

15,00 EUR inkl. 7% gesetzl. MWSt

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Über dieses Buch

Zeitgenössische Wald- und Bauminterpretationen verschiedener Künstler werden in Beziehung zu älteren Walddarstellungen von Künstlern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gestellt, um das seit Jahrhunderten beliebte Sujet noch breiter anzugehen.

Wald und Bäume sind faszinierende, komplexe Naturphänomene, die irgendwie selbstverständlich zu unserem Lebensgefühl und -raum gehören. Schon einzelne Bäume flößen aufgrund ihrer teilweise sehr langen Lebensdauer Ehrfurcht ein. Bäume sind archetypische Symbole (Weltenbaum, Stammbaum, Baum der Erkenntnis, etc.). Der blühende, immergrüne Baum ist ein Sinnbild des Lebens. Wäldern begegnen wir angesichts ihrer Größe und Unüberschaubarkeit mit Respekt. Der Wald ist aufgrund des bei der Photosynthese erzeugten Sauerstoffs eine wichtige Lebensgrundlage für uns alle. Er ist Schutz- und Lebensraum für Mensch und Tier und liefert unter anderem Nahrung, Holz und Heizmaterial. Andererseits ist der Wald aber auch dunkel, undurchdringlich und gefährlich. Für die meisten Menschen in unserem Kulturkreis gehört der Wald seit der frühen Kindheit zu einem mit Positivem wie Negativem besetzten, ambivalenten Vorstellungs- und Erlebnisraum. Unser heutiges Verständnis vom zum Kulturgut gewordenen Wald wird geprägt durch Familien- und Kindergarten-Ausflüge in die Wälder sowie alte Lieder und Gedichte, die Märchen der Gebrüder Grimm, die wie alte Sagen vielfach „im“ Wald spielen. Nicht zuletzt ist in der Eifelregion Wald bei jeder Fahrt über Land zumindest im Hintergrund allgegenwärtig.

Diese Publikation erscheint anlässlich der Ausstellung Mythos Wald? Historische und zeitgenössische Interpretationen zum Thema Wald und Bäume in der Neuen Galerie, Haus Beda, Bitburg, 21. September bis 23. November 2014.

Autor

Ute Bopp-Schumacher studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Volkswirtschaftslehre und promovierte über Bankenarchitektur. Sie ist freiberuflich tätig. Seit 1993 betreut sie die Kunstsammlung der Deutschen Bank Luxembourg als Kuratorin und schrieb Kataloge über diese Sammlung und Architektur. Seit 2009 kuratiert sie darüber hinaus jährlich zwei bis drei Ausstellungen für zeitgenössische Kunst im Auftrag der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung in Bitburg.

Herausgeber

Dr. Hanns Simon gründete die nach ihm benannte Stiftung anlässlich seines 60. Geburtstages im Jahr 1968. In den Jahren 1974-1976 entstand mit Mitteln der Stiftung in Bitburg, der Heimatstadt Simons, das Kulturhaus Beda.