Verlagsgeschichte 1978–2019

2019

100 Jahre Bauhaus Weimar
100 Jahre Surrealismus
21. Mai: Unser Freund und Autor Binyavanga Wainaina (Kenia) stirbt mit 48 Jahren in Nairobi. Im Januar 2014, in einer Zeit, als verschiedene afrikanische Staaten die Gesetze gegen Homosexuelle verschärften, machte Binyavanga seine Homosexualität als erster afrikanischer Schrifsteller öffentlich
Juli/August: SWR-Bestenliste Platz 7: Aubergine mit Scheibenwischer - Die Zeichnungen von Oskar Pastior, herausgegeben von Heidede Becker.
Der Theologe und Lyriker Paul-Henri Campbell trifft mit seinem Buch »Tattoo&Religion – Die bunten Kathedralen des Selbst« den Nerv der Zeit.
Oktober: Norwegen ist Ehrengast der Buchmesse Frankfurt. Es erscheint die erste umfassende Anthologie mit zeitgenössischer Lyrik aus Norwegen »Sternenlichtregen«.

2018

Juni: Der Verlag wird mit dem Verlags-Preis Baden Württemberg ausgezeichnet
Juli: 40 Jahre Wunderhorn
Oktober: Georgien ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Zwei Gedichtbände von Bela Chekurishvili in der Übersetzung von Norbert Hummelt sind lieferbar: »Wir die Apfelbäume« und »Barfuß«
Als 25. Band in unserer Reihe AfrikAWunderhorn erscheint Chinelo Okparantas (Nigeria) Roman »Unter den Udala Bäumen«, aus dem Englischen übersetzt von Sonja Finck und Maria Hummitzsch

2017

In Zusammenarbeit mit dem ArpMuseum Bahnhof Rolandseck entsteht die neue Buchreihe „ARP im Ohr“.
Es erscheinen zwei neue Bände in der Reihe VERSschmuggel mit Dichterinnen und Dichtern aus dem Iran und Litauen.
Oktober: Frankreich ist Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Aus diesem Anlaß veröffentlicht der Verlag neue Texte von Aya Cissoko, Patrick Chamoiseau, Dany Laferriere, alle übersetzt von Beate Thill; Philippe Soupault, übersetzt von Holger Fock und Sabine Müller.
Ilija Trojanow veröffentlicht seinen ersten Gedichtband „verwurzelt in stein“.

2016

Ab Januar: »Zwiesprachen«, eine Reihe des Lyrik Kabinett München, erscheint.
Frühjahr: Drei Nominierungen Deutscher Fotobuchpreis 2016
– Isolde Ohlbaum »Von Ali bis Zappa«
– Greg Marinovich, João Silva »Der Bang-Bang Club«
– Horst Hamann »Museum Ritter«
Mai: Zusammen mit dem Staatlichen Literaturmuseum Moskau, der Mandelstam-Gesellschaft Moskau, den UNESCO Cities of Literature Heidelberg und Granada entstehen die Ausstellung „Ossip Mandelstam - Wort und Schicksal“ und der deutsch-spanischsprachige Katalog.
Oktober: Auf der Buchmesse Frankfurt sind Flandern und Niederlande Ehrengast. Es erscheint Andy Fierens' »Gambaviecher in fetter Tunke« – Gedichte aus Grote smerige vlinder und Wonderbra's & Pepperspray, übersetzt aus dem Flämischen von Stefan Wieczorek.

2015

Mai: Das Museum Ritter in Waldenbuch feiert seinen zehnten Geburtstag.
Juni: In der Völklinger Hütte – Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur eröffnet die UrbanArt! Biennale 2015.
Juli: Im Zeppelin Museum Friedrichshafen wird Ré Soupaults Ausstellung »Das Auge der Avantgarde« eröffnet.
September: Dany Laferrières »Tagebuch eines Schriftstellers im Pyjama« erscheint in erster deutscher Übersetzung von Beate Thill.

2014

Juni: Mia Couto schafft es mit seinem Roman »Jesusalem« auf die Weltempfänger Bestenliste.
3. Juli: Der Internationale Literaturpreis 2014 (Haus der Kulturen der Welt Berlin) geht an Dany Laferrière und die Übersetzerin Beate Thill für den Roman »Das Rätsel der Rückkehr«.
Juli: Juri Andruchowytsch erhält den Hannah-Arendt-Preis 2014.
September: Scholastique Mukasonga schafft es mit ihrem Roman »Die heilige Jungfrau vom Nil« auf die Weltempfänger Bestenliste.
6. November: Unser Freund und Autor Abdelwahab Meddeb stirbt im Alter von 67 Jahren in Paris. Er war einer der profiliertesten Vertreter der französischen Schriftsteller arabischer Herkunft.

2013

Januar: Der Deutsche Krimipreis International 2013 geht an Helon Habila für seinen Roman »Öl auf Wasser«, übersetzt von Thomas Brückner.
25./26. Januar: Unsere Autoren Helon Habila, Chirikure Chirikure und Maaza Mengiste sind zu Gast bei den von litprom organisierten Afrikanischen Literaturtagen im Literaturhaus in Frankfurt.
25. Februar: Die UNESCO gibt bekannt, dass die nigerianische Hafenstadt Port Harcourt, einer der Schauplätze in Helon Habilas Roman »Öl auf Wasser«, Welthauptstadt der Buches 2014 sein wird.
23. März: Der erste Indiebookday findet statt. Deutschlandweit kaufen Leser Bücher aus unabhängigen Verlagen und posten die Cover in Sozialen Netzwerken.
4. Mai: Édouard Glissant (1928–2011) und seine Poetik von der Kreolisierung der Welt stehen im Zentrum einer langen Nacht im Deutschlandfunk.
9. Juli: Arnfrid Astel, ehemaliger Literaturredakteur des saarländischen Rundfunks und Wunderhorn-Autor, wird 80.
5. August: Robert Häuser stirbt am 5. August im Alter von 88 Jahren in Mannheim. Er gilt als Wegbereiter der modernen Fotografie. Seine Autobiographie »Schwarz und Weiß« erscheint am 15. Oktober bei Wunderhorn.
4. September: Unsere in London lebende Autorin und Übersetzerin Edith Aron (»Die falschen Häuser«) wird 90.
15. September: Jürgen Theobaldys Roman »Aus nächster Nähe« ist »Buch der Woche« im Deutschlandradio.
25. Oktober: Michael Buselmeier wird 75. Das Kulturamt der Stadt Heidelberg ehrt ihn, indem es die Neuauflage seines Romans »Der Untergang von Heidelberg« bei Wunderhorn unterstützt.
November: Mia Couto erhält den mit 50.000 $ dotierten Neustadt-Literaturpreis. Sein Roman »Jesusalém« erscheint im März 2014 in der Reihe AfrikAWunderhorn.
Der angolanische Autor Ondjaki erhält den mit 25.000 € dotierten Prémio José Saramago. Sein Roman »Os Transparentes« (»Die Durchsichtigen«) erscheint in der Übersetzung aus dem Portugiesischen von Michael Kegler in der Reihe AfrikAWunderhorn.

2012

16. März: Vergabe des Kurt-Wolff-Preises 2012 an unseren Verlag auf der Leipziger Buchmesse.
April: Der Petrarca-Preis für europäische Schriftsteller geht an den Sorben Kito Lorenc.
Juli: Der Ingeborg-Bachmann-Preis geht an die aus Russland stammende Autorin Olga Martynova.
Juli/August: SWR-Bestenliste: Platz 4 für Helon Habilas Roman »Öl auf Wasser«.
September: Helon Habila wird von der Hotlist-Jury mit seinem Roman "als eines der zehn besten Bücher des Jahres" auf die Hotlist 2012 gewählt.
September/Oktober: KrimiZEIT-Bestenliste: Platz 1 für Helon Habilas Roman.

2011

Januar: Die Anthologie »Lied aus reinem Nichts. Deutschsprachige Lyrik des 21. Jahrhunderts« erscheint auf Platz 7 der SWR-Bestenliste.
3. Januar: Der in Paris lebende elsässische Autor Claude Vigée (»Soufflenheim«.Gedichte) wird 90 Jahre alt.
3. Februar: Im Alter von 82 Jahren stirbt unser Freund und Autor Édouard Glissant in Paris.
13. Februar: Eröffnung der umfassenden Retrospektive »Ré Soupault – Künstlerin im Zentrum der Avantgarde« in der Kunsthalle Mannheim. Der ausführliche Katalog zur Ausstellung präsentiert die unterschiedlichen Facetten der Künstlerin.
April: Wiederum schafft es ein Band der AfrikAWunderhorn Reihe auf die Weltempfängerliste: Shimmer Chinodyas Roman »Zwietracht«.
15. Juli: Eröffnung der Ausstellung »Ré Soupault – Künstlerin im Zentrum der Avantgarde« im Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg.
September: 2 Titel aus der Reihe AfrikAWunderhorn kommen erneut auf die Litprom Weltempfängerliste: Chirikure Chirikure mit »Aussicht auf eigene Schatten« auf Platz 3 und Imraan Coovadia mit »Gezeitenwechsel« auf Platz 5.
14. September: »Wunsiedel« von Michael Buselmeier steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2011.
Oktober: Das von sans serif (Berlin) entworfene Logo AfrikAWunderhorn wird beim Worldwide Logo Design Annual 2010 zu einem der weltweit besten Logos gewählt.
November: SWR-Bestenliste: Platz 5 für Michael Buselmeiers Roman »Wunsiedel«.

2010

Frühjahr: Start der neuen Buchreihe AfrikAWunderhorn, herausgegeben von der Literaturwissenschaftlerin Indra Wussow (Johannesburg/Südafrika). Sie eröffnet mit Gedichten von Lebogang Mashile, »Töchter von Morgen« und dem Roman »Die stille Gewalt der Träume« von K. Sello Duiker.
Gemeinsam mit Édouard Glissants »Das magnetische Land« (Reihe »Völker am Wasser«), steht Lebogang Mashiles Gedichtband auf der Litprom Bestenliste »Weltempfänger« .
Der Katalog »François Morellet – Die Quadratur des Quadrats« erhält den Award des Deutschen Designer Clubs.
September: Michael Buselmeier erhält den mit 15.000 Euro dotierten Ben-Witter-Preis 2010.
Hans Thill scheidet aus dem Verlag aus und wird künstlerischer Leiter des Künstlerhaus Edenkoben.
Oktober: Oleg Jujew erhält den Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil, der mit 15.000 Euro dotiert ist.

2009

Oktober: Herta Müller erhält den Nobelpreis für Literatur 2009: Texte von ihr im Band Poesie der Nachbarn: »Vorwärts ihr Kampfschildkröten«.
Der Deutschlandfunk Lyrikkalender 2010 erhält den Preis der Internationalen Kalenderschau in Bronze.

2008

Januar: Der Katalog »Ré Soupault - Die Fotografin der magischen Sekunde« kommt auf die Auswahlliste zum Deutschen Fotobuchpreis 2008.
März: »Völker am Wasser«, die von Édouard Glissant herausgegebene Reihe, beginnt mit Gérard Chaliands »Bis an die Grenzen von Eldorado«, übersetzt von Beate Thill.
Juni: Die Übersetzerin Elke Wehr stirbt in Berlin.
Juli: Der Verlag wird 30!
September: Hans-Peter Duerr findet Rungholt und Spuren der Minoer in der Nordsee. Sein Buch »Tränen der Göttinnen« berichtet darüber.
9. Oktober: J.-M.G. Le Clézio wird der Nobelpreis für Literatur 2008 zugesprochen. Der Verlag zieht den Erscheinungstermin des neuen Le Clézio Buchs »RAGA - Besuch auf einem unsichtbaren Kontinent« in der Übersetzung von Beate Thill auf den 24. November vor. Vorabdruck in der FAZ.

2007

April: Die 250 Fotografien umfassende Ausstellung »Ré Soupault - Die Fotografin der magischen Sekunde« wird im Berliner Gropiusbau eröffnet und hat über 20.000 Besucher.
Das Künstlerhaus Edenkoben wird 20 Jahre alt.
Juli: Das Theater der Stadt Heidelberg produziert »Das Neue Wunderhorn« mit über 400 Mitwirkenden.
Michael Buselmeiers »Literarische Führungen durch Heidelberg« erscheinen in der 3. Auflage, überarbeitet und erweitert.
Oktober: Zur Buchmesse erscheinen Abdelwahab Meddebs »Gegenpredigten« unter dem Titel »Zwischen Europa und Islam«, übersetzt von Rainer G. Schmidt.
Der Deutschlandfunk-Lyrikkalender wird zum Publikumserfolg.

2006

Februar: »Der Einstein-Komplex« wird von der Stiftung Buchkunst als »eines der schönsten Bücher 2006« prämiert. Die von Michael Buselmeier herausgegebene Anthologie »Der Knabe singts im Wunderhorn« präsentiert zeitgenössische Romantiker.
Oktober: Der »Deutschlandfunk-Lyrikkalender«, zusammengestellt von Michael Braun, erscheint als Abreisskalender unter dem Motto »Jeden Tag ein Gedicht«.

2005

Januar: Wunderhorn-Jahr: Die namengebende Liedersammlung »Des Knaben Wunderhorn« feiert 200. Jubiläum.
Juni: Was haben all die Dichter in Südfrankreich zu suchen? Manfred Hammes ist ihnen nachgereist: »Erzähl mir vom Süden … eine literarische Reise«.
September: Im schwäbischen Waldenbuch wird das Museum Ritter eröffnet.
Dezember: Der Verlag zieht in die Rohrbacher Straße 18.

2004

April: Hans Thill erhält den Peter-Huchel-Preis für »Kühle Religionen«.
11. Juli: Unser Freund und Autor Lothar Baier stirbt in Montréal.
September: Ausstellung »Pierre Verger: Schwarze Götter im Exil« im Völkerkundemuseum Berlin. Anschließend weitere Ausstellungsorte: München, Frankfurt, Stuttgart, Basel.
Die erste Anthologie sorbischer Lyrik von den Anfängen bis in die Gegenwart erscheint, zusammengestellt von Kito Lorenc, mit einem Vorwort von Peter Handke: »Das Meer Die Insel Das Schiff«.

2003

Juli: Wunderhorn wird 25.
Es erscheint »VERSschmuggel/Mots de passe«: Anthologie des Welttreffens der Poesie mit deutsch- und französischsprachigen Dichterinnen und Dichtern in Berlin. Beginn der neuen Reihe »VERSschmuggel«.
Hans Thill übernimmt von Gregor Laschen die Leitung der Reihe »Poesie der Nachbarn« im Künstlerhaus Edenkoben.

2002

September: Großes Aufsehen um Meddebs Studie: »Die Krankheit des Islam«, SZ-Sachbuchbestenliste Platz 1.

2001

Januar: Erste Veröffentlichung in der Kunstbuchreihe »Retrospektiven«, herausgeben vom Kulturamt der Stadt Heidelberg: Joachim Geissler-Kasmekat.
Ab Mai: Vierzig Fotografien von Ré Soupault auf Welttournee mit dem Goethe-Institut (u. a. Buenos Aires, Salvador da Bahia, Sao Paulo, Tunis, Jerusalem, Ankara, Belgrad, Edinburgh).
September: Eröffnung des Museums der Sammlung Prinzhorn in Heidelberg.
Verleger Manfred Metzner wird vom französischen Staatspräsidenten für seine Verdienste um den deutsch-französischen Kultur- und Literaturaustausch zum Officier dans l'Ordre national du Mérite ernannt.

2000

Frühjahr: Lothar Baier und Pierre Filion sind Herausgeber der ersten umfassenden Anthologie der Literatur aus Québec: »Anders schreibendes Amerika«.
Juni: Arnfrid Astel erhält den Kunstpreis des Saarlandes. Dagmar Darius erhält einen Schreibtisch im Verlag.
Oktober: Die Kurt-Wolff-Stiftung wird gegründet. Unter Manfred Metzners Vorsitz scharen sich die unabhängigen Verlage.

1999

Januar: Platz 2 der SWR-Bestenliste: Michael Braun und Hans Thill »Das Verlorene Alphabet. Deutschsprachige Lyrik der 90er Jahre«. HR2 Hörbuch Bestenliste und Hörbuch des Monats: »Sprachlöchersterne«, Texte aus der Prinzhorn-Sammlung, gesprochen von Herbert Fritsch.
August: Totale Sonnenfinsternis.
Oktober: Ursula März legt die erste Biographie über Ré Soupault vor: »Du lebst wie im Hotel«.

1998

Juli: Wunderhorn feiert 20-jähriges.
Oktober: Beginn der Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma (Heidelberg).

1997

April: Mit dem ersten Band der »Deutschen Reise nach Plovdiv« von Lutz Stehl »Thrakien. Thrakien« beginnt der Dichteraustausch Deutschland/Bulgarien.
Umzug in die Bergstraße 21.

1996

12. März: Tod von Ré Soupault.
April: Peter-Huchel-Preis für Gregor Laschen »Jammerbugt-Notate«.
November: Der erste Verlagslandespreis Baden-Württemberg geht an das Wunderhorn.

1995

September: Die Edition Künstlerhaus – in Zusammenarbeit mit der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur – startet mit Hans Bender »Geschichten aus dem Kraichgau« und Gregor Laschen »Jammerbugt-Notate«.
November: Michael Buselmeier erhält den Thaddäus-Troll-Preis.

1994

Oktober: Zur ersten Ausstellung ihrer Fotografien im Pariser Goethe-Institut erscheint Ré Soupault in Begleitung von Gisèle Freund.
November: Zum ersten Mal finden die Heidelberger Literaturtage statt.

1993

Juli: Der Verlag wird 15 Jahre.
Oktober: Abdelwahab Meddeb »Talismano«.
Alphonse Allais zeigt »Tomatenerntende Kardinäle am Roten Meer« in seinem »Album Primo-Avrilesque« und erfindet 1897 die monochrome Malerei, lange vor Rodschenko und Malewitsch.

1992

Frühjahr: Aufarbeitung lange geleugneter Tradition: »Jüdisches Leben in Heidelberg«.

1991

Oktober: 1. Auflage von Michael Buselmeiers »Literarische Führungen durch Heidelberg. Eine Stadtgeschichte im Gehen«.

1990

März: Großes Medienecho über die Ausstellung »Blau – Farbe der Ferne« im Heidelberger Kunstverein. Zweibändiger Katalog. Es ist mit über 120.000 Besuchern die erfolgreichste Ausstellung in Heidelberg. Der Verlag eröffnet damit seine Kunst- und Fotografie-Reihe.
12. März: Tod von Philippe Soupault.
Mai: Johann Lippet schildert in »Protokoll eines Abschieds und einer Einreise« seine Erlebnisse bei der Ausreise aus Rumänien.

1989

Frühjahr: 200 Jahre Französische Revolution, 100 Jahre Eiffelturm.
August: Philippe Soupaults Gedichtband »Bitte Schweigt!« erscheint gleichzeitig bei Gustav Kiepenheuer (Leipzig) und Wunderhorn, letzte Koproduktion eines westdeutschen Verlages mit einem Verlag der DDR.
Oktober: »Hanîn«, weltweit die erste Anthologie maghrebinischer Literatur (Hg. Regina Keil).

1988

Februar: Michael Buselmeier beginnt mit seinen Stadtführungen durch Heidelberg.
29. Mai: Die Communale stellt ihr Erscheinen ein.
Juli: Der Verlag übergeht sein zehnjähriges Jubiläum mit Schweigen und zieht in die Blumenstraße 27.
Oktober: Erster Band mit Fotos von Ré Soupault »Eine Frau allein gehört allen«.

1987

Frühjahr: Johannes Schreiters »Medizinfenster« in der Heiliggeistkirche löst den Heidelberger Fensterstreit aus.
Juni: 75 Jahre Ritter Sport, eine zweibändige Festschrift erscheint im Wunderhorn.
August: Zum 90. Geburtstag von Philippe Soupault erscheinen Breton/Soupault »Die Magnetischen Felder/Les Champs Magnétiques«, übersetzt von Ré Soupault.
Oktober: Eine bahnbrechende Anthologie der jungen deutschsprachigen Lyrik, herausgegeben von Michael Braun und Hans Thill: »Punktzeit«

1986

Oktober: Édouard Glissants »Zersplitterte Welten – Der Diskurs der Antillen«, das Standard-Werk zur Kreolisierung der Gesellschaft, erscheint.

1985

April: Erste Veröffentlichung aus der Prinzhorn-Sammlung (Heidelberg): Inge Jádi (Hg.) »Leb wohl sagt mein Genie, Ordugele muss sein«.
Mai: Der Verlag übernimmt die Heidelberger Wochenzeitung Communale.
Oktober: Hungertuch-Preis des Literaturbüros Frankfurt für Hans Thills Gedichtband »Gelächter Sirenen«.

1984

Oktober: Auf Vermittlung von Herbert Achternbusch erscheinen die Memoiren der großen alten Dame des deutschen Films Lotte H. Eisner »Ich hatte einst ein schönes Vaterland«.

1983

Mai: Umzug in die Schröderstraße 16.
Oktober: Erstes Buch des karibischen Autors Édouard Glissant »Die Hütte des Aufsehers«, entdeckt und übersetzt von Beate Thill.

1982

November: Bei einer Veranstaltung des Verlags fordert Ossip K. Flechtheim für den Mathematiker E. J. Gumbel, der schon 1932 durch die Nationalsozialisten von der Universität vertrieben worden war, die offizielle Rehabilitierung durch Universität und Stadt Heidelberg.

1981

Mai: Philippe Soupault in Heidelberg auf Einladung des Institut français. Kontaktaufnahme mit dem Ehepaar Soupault; Wunderhorn wird der deutsche Verlag des Mitinitiators der Surrealismusbewegung Philippe Soupault.
Oktober: Philippe Soupault »Der Neger«, erster Band der Werkausgabe, in der Übersetzung von Ré Soupault.

1980

Juni: »Mein Heidelberg. Ein Oberbürgermeister erzählt«, ein Enthüllungsbuch über den Heidelberger OB Reinhold Zundel
August: Jean Carrière »Der Sperber von Maheux« in der Übersetzung von Elke Wehr. Zum ersten Mal ist ein Buch des Verlags auf der Bestenliste des SWF. Die Taschenbuchrechte erwirbt der Rowohlt Verlag.
November: Allan Ginsberg und Peter Orlowski als Gäste von Wunderhorn in Heidelberg.

1979

Frühjahr: Emil Julius Gumbel »Verschwörer«, Reprint mit einem Vorwort von Karin Buselmeier.
Oktober: Jürgen Theobaldy »Drinks. Gedichte aus Rom« Herbert Achternbusch »Der Komantsche«.

1978

Juli: Verlagsgründung »Gelungene Mischung aus Literatur und Theorie von Autoren, mit denen uns eine gemeinsame Erfahrung verbindet.« Der Name, eine Reminiszenz an Zeiten, als die Poesie in Heidelberg auf der Straße lag. Erste Verlagsadresse: Ladenburger Straße 82.
Erste Titel: Michael Buselmeier »Nichts soll sich ändern«, Jörg Burkhard »In Gauguins alten Basketballschuhen«, Félix Guattari »Wunsch und Revolution«.
Die Verlagsgründer: »Die Erneuerung der Literatur kommt aus den Peripherien und nicht aus den Metropolen.«