»Der Kurt-Wolff-Preis 2012 geht an den Verlag Das Wunderhorn in Heidelberg, der seit seiner Gründung im Jahre 1978 die internationale Orientierung und die lokale Verwurzelung seines Programms erfolgreich ausbalanciert, aus dem Brückenschlag zwischen deutscher Romantik und französischem Surrealismus immer neue Parallelaktionen von Lyrik und Prosa, Literatur und bildender Kunst hervorgehen läßt und dem deutschen Publikum die außereuropäischen Kulturen der Karibik, Südamerikas und Afrikas näherbringt.«
»Wenn ich mir die Liste der Autoren des Verlags anschaue, eine wahrhaft grandiose Liste, wenn ich die beeindruckende Reihe der Fotobände und Ausstellungskataloge sehe (...) dann muss ich feststellen: Es handelt sich beim Wunderhorn Verlag keineswegs um einen aparten Kleinverlag, der Schatzgräberei betreibt. Nein, es handelt sich wahrhaftig um einen Großverlag. Und ich frage mich, weshalb die Kurt Wolff Stiftung dazu kommt, einen Konzern auszuzeichnen – wenn auch keinen ökonomisch mächtigen, so doch geistesmächtigen Konzern. Ist das in Ordnung?«
Stefan Weidle, Manfred Metzner, Ulrich Greiner, Angelika Andruchowicz (Foto: © Kerstin Wangemann)