Czernowitz & Lemberg In Fotos und Text
Über dieses Buch
Ohlbaums Bilder zeigen diese Prägung, die städtebauliche Wurzel in der K.u.K.-Monarchie, in deren Lücken und Rissen heute das Leben der Ukrainer, gegen alle Widrigkeiten, sehr farbenfroh pulsiert. Sie laden ein, diese zwei Kulturstädte in ihrer alltäglichen Erscheinung zu erkunden. Die Fotos lassen aber auch erahnen, dass große Teile des kulturellen Erbes, etwa der jüdische Friedhof in Czernowitz, dem Verfall nach wie vor ausgesetzt sind. Juri Andruchowytsch lässt in seinem Begleittext die Bedeutung von Czernowitz und Lemberg in seinem Leben und Schreiben Revue passieren, beschreibt die Geschichte ihrer Verbindung und ihre heutige Wahrnehmung in der westlichen Öffentlichkeit. Aus dem Ukrainischen übersetzt von Sabine Stöhr.
Juri Andruchowytsch

Juri Andruchowytsch ist ukrainischer Schriftsteller, er wurde 1960 in Stanislau (heute Iwano-Frankiwsk) geboren. 1985 gründete er zusammen mit seinen Freunden Oleksander Irwanets und Viktor Neborak die legendäre literarische Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu. Bisher hat er sechs Gedichtbände sowie sieben Romane veröffentlicht, schreibt literarische Essays und übersetzt aus dem Deutschen, Polnischen, Russischen und Englischen. Andruchowytsch wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (2006), Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken (2014), Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf (2022) und dem Stefan-Heym- Preis der Stadt Chemnitz (2026). Seine Texte sind in 25 Sprachen übersetzt.
Isolde Ohlbaum

Isolde Ohlbaum absolvierte ihre Ausbildung von 1970 bis 1972 an der Bayerischen Staatslehranstalt für Fotografie in München. Sie arbeitete danach u.a. für SPIEGEL und STERN. Ihre Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Schriftstellerinnen und Schriftstellern haben sie zur bekanntesten und begehrtesten Chronistin der Literatur-Szene gemacht. Annähernd 2000 Autorenporträts sind dabei bisher entstanden.
Seit vielen Jahren begleitet sie die Frühjahrs- und Herbst-Tagungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, von Beginn an die Vergabe des Petrarca-Preises und des Hermann-Lenz-Preises. Sie veröffentlichte mit großem Erfolg zahlreiche Bücher und Kalender.
