Aktuelles

Neuigkeiten aus dem Wunderhorn-Verlag

  1. Dany Laferrière »Kleine Abhandlung über Rassismus«

    In seinem Buch Kleine Abhandlung über Rassismus umkreist Dany Laferrière das Thema Rassismus kaleidoskopartig, in kleinen, fragmentarischen Texten. Anhand von Fakten, Anekdoten und Reflexionen, schrägen Blicken, charmanten und angesäuerten Gesprächsfetzen erinnert er an die sich dahinter verbergenden menschlichen Tragödien. Ein brandaktueller literarischer Beitrag, der der hier geführten Rassismus-Debatte, in seiner Lakonie und mit seinem subversiven Sprachwitz, eine neue Dimension verleiht.
  2. Zwiesprachen von Dagmara Kraus und Nancy Kraus

    In der Zwiesprachen-Reihe des Lyrik Kabinetts München sind zwei neue Bände erschienen: Dagmara Kraus hält in ihrer Rede Murfla und die Blocksbärte Zwiesprache mit Miron Białoszewski; Nancy Hünger widmet sich in abwesenheit Wolfgang Hilbig.
  3. Schillerpreis für Annette Hug

    Florian Bachmann
    Annette Hug wurde für ihren Roman Tiefenlager mit dem Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!
    Aus der Jurybegründung: »Annette Hugs Roman überzeugt durch seine Originalität und seine kühne Konstruktion, den ebenso verantwortungsbewussten wie phantasievollen Umgang mit gesellschaftlichen Fragen sowie die anrührenden Porträts der Ordensgründerinnen und -gründer.«
  4. »Das Gute in den Dingen«

    In diesem neuen Poesie-der-Nachbarn-Band, hrsg. von Hans Thill und Jan Kühne, zeigt sich die lyrische Szene Israels sehr zeitgenössisch-aktuell, aufgeschlossen und kampfeslustig, Ich-stark und träumerisch.
    Das Gute in den Dingen ist das Gute in den Worten; auf Hebräisch sind beide Begriffe homonym.
    Übersetzt von namhaften Lyriker*innen – nach Interlinearversionen von Jan Kühne.
    Mit Gedichten von Shimon Adaf, Ayana Erdal, Amir Eshel, Hedva Harechavi, Ayat Abou Shmeiss und Adi Wolfson. Übersetzt von Mirko Bonné, Yevgeniy Breyger, Mara-Daria Cojocaru, Maren Kames, Steffen Popp und Anja Utler.
  5. Alfred-Gruber-Preis für Paul-Henri Campbell

    Paul-Henri Campbell wurde für seine Lyrik mit dem Alfred-Gruber-Preis ausgezeichnet – wir gratulieren ganz herzlich!
    In der Begründung der Jury heißt es: »In seinen Gedichten begibt sich Paul-Henri Campbell auf Spurensuche. An der Haut, den Oberflächen, den Rinden, Hüllen und Blättern hält er sich auf, um sie wahrzunehmen, zu lesen, schreibend neu auszulegen und damit wiederum lesbar werden zu lassen: für uns, die wir diese Gedichte lesen und hören können, zum Glück. Die Gedichte machen allerdings deutlich, dass sie in ihrer Struktur und in der Beschreibung verletzlicher und verletzter Hüllen und Oberflächen doch immer wieder Haltepunkte finden, Erinnerungen hervorkehren, Sinnliches spürbar werden lassen, wieder und wieder. Campbells Gedichte sind Provokationen: Sie rufen Bilder auf, sie berühren, durch Sprache, sie kitzeln und sind deshalb, gelegentlich, auch komisch.«

  6. Emmy Hennings, Hugo Ball »Seiltänzer noch im Dunkeln«

    Als »Seiltänzer noch im Dunkeln« hat Hugo Ball sich selbst und Emmy Hennings viele Jahre nach der Zeit ihres Kennenlernens bezeichnet. Eine Zeit, die genau einzugrenzen schwerfällt, da Ball nichts darüber hinterlassen hat. Hennings jedoch erzählte nach Balls frühem Tod immer wieder von dieser prägenden und ihr Leben verändernden Begegnung, von seinem »Ruf« und ihrem »Echo«. Zwölf Jahre rastloses Leben und Arbeiten. Gemeinsam – aber auch immer wieder getrennt, denn ihre Liebe verträgt Abstand oft besser als Zusammenleben, wenn die Sehnsucht sie zur Feder greifen lässt, zur Schreibmaschine, um ihr unterbrochenes Gespräch in Briefen und Gedichten fortzusetzen. Herausgeberin Bärbel Reetz hat zahlreiche dieser Gedichte und Briefe zusammengestellt und mit Zeichnungen Hugo Balls versehen.

  7. Ré Soupault: »Überall Verwüstung. Abends Kino«

    Ré Soupault kehrt im Oktober 1951 – nach 1.500 Kilometern Reiseweg –  nach Basel zurück. Mit ihrem Vélosolex, einem Fahrrad mit Hilfsmotor, und ihrem wichtigstes Gepäckstück, einer Reiseschreibmaschine, hatte sie das vom Krieg zerstörte Elsass, Saarland und Süddeutschland bereist.
    Ihre Tagebucheintragungen zeichnen das Bild eines immer noch zerstörten Deutschlands, das verzweifelt auf der Suche nach einer neuen Identität ist.
    Das Reisetagebuch einer außerordentlich mutigen Frau, die 1951 auf einem Vélosolex das Land erfährt.

  8. Tamara Štajner »Schlupflöcher«

    Schlupflöcher, das Lyrik-Debüt der klassischen Violistin und Autorin Tamara Štajner! Ihre Gedichte lassen sich sowohl in Textform als auch akustisch genießen, denn sie legt ihre poetischen Texte mit musikalischen Vortragsanweisungen an. Dieser Entstehungsprozess lässt sich auf der Ausklappseite exemplarisch nachvollziehen. QR-Codes ermöglichen den Zugang zu Video- und Audio-Versionen der Texte. Thematisch verhandeln die Gedichte auf vielfältige Art und Weise Tamara Štajners slowenische Herkunft. Darüberhinaus bewegen sich die Gedichte in Szenen eines professionellen Wiener Künstlerinnenlebens der Gegenwart mit all seinen ästhetischen, sinnlichen wie existenziellen Verflechtungen.

  9. Angelika Dirscherl »ECHT JETZT?«

    Angelika Dirscherl sammelt alles, was nach Papier aussieht, riecht und schmeckt. Plakate, Postkarten, Einkaufszettel, Quittungen, Schnipsel aller Art macht sie zu Kunstwerken. »Der Abfall der Welt wird zu meiner Kunst«, dieses Zitat des Dadaisten Kurt Schwitters ist für Angelika Dirscherls Arbeit wegweisend. So bestehen viele ihrer Collagen, Papierobjekte, Schriftblätter, Zeichnungen, und Kunstobjekte aus gesammelten Erinnerungen. Fantastisch gearbeitet und verspielt kombiniert erzählen Dirscherls Werke die Geschichte neu und werden zu echter Kunst im Hier und Jetzt. Die Begleitpublikation ECHT JETZT? zu Angelika Dirscherls gleichnamiger Ausstellung im Kurpfälzischen Museum der Stadt Heidelberg.

  10. VERSschmuggel / Кантрабанда паэзіі

    VERSschmuggel erhielt durch die Zusammenarbeit mit Autor*innen aus einem Land, in dem politisch Unliebsame und Andersdenkende verfolgt werden, in Teilen eine erschreckend wörtliche Dimension. Doch es ist geglückt: Sechs deutschsprachige trafen in virtuellen Räumen auf sechs belarussische Dichter*innen. Sie alle tauchten ein in die poetisch und kulturell reichen und mutigen Verse ihrer Gegenüber. Die Ergebnisse dieses intensiven Transfers werden in guter analoger Tradition in einer dreisprachigen Anthologie präsentiert. Herausgegeben von Thomas Wohlfahrt, Alexander Gumz und Karolina Golimowska.

  11. Paul-Henri Campbell »innere organe«

    Nach nach den narkosen erscheint mit innere organe Paul-Henri Campbells neuer Gedichtband. Darin wendet sich Paul-Henri Campbell erneut dem Körper zu. Der Kreis Haut tastet mit mehreren Texten nach einem Lexikon der Sinne, der Hüllen und Schalen und steht einer Serie an Litaneien gegenüber, die mit einer Technik der Listen und Loops versuchen, den verborgenen inneren Organen eine poetische Präsenz im Sehen und Hören zu verschaffen. Diese Körpergedichte, entstanden in den ersten Monaten der Covid-19-Pandemie, stellen der allgemeinen Tendenz die expressive Wucht der Poesie entgegen.

  12. Ré Soupault »Geistige Brücken«

    Nachdem Bauhaus-Schülerin Ré Soupault 1948 aus Amerika zurückkommen war, lebte sie bis 1958 in Basel. Dort begann sie neben ihrer Arbeit als Übersetzerin mit dem Schreiben von Radio-Essays. Sie beschäftigte sich mit historischen und aktuellen Themen: westliche und östliche Philosophien, die Emanzipation der Frau, Freiheitsideen, Portraits von Schriftstellern aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die Folgen des Ersten Weltkriegs. Ihre Essays zeichnen sich durch fundierte Recherchen, Esprit und einen klaren Stil aus, der sie zu einem Leseerlebnis werden lässt.

  13. Chamoiseau zur »Welt nach Covid«

    Eine Wortmeldung aus der unruhigen Karibik: Seit einigen Wochen kommt es in den Überseedepartements Frankreichs, zuletzt vor allem in Guadeloupe und Martinique, zu nächtlichen Ausschreitungen. Immer lauter wird der Ruf nach der Unabhängigkeit von Frankreich, aber wenn ein französischer Politiker darüber diskutieren will, sind die Meinungen doch sehr geteilt und es ist von »lâchisme« – Loswerdenwollen – die Rede (LM 30.11.). Hierzu einige Äußerungen von dem wichtigsten zeitgenössischen Autor auf Martinique, Patrick Chamoiseau. Sie sind einem Interview mit der Zeitschrift Créola entnommen.

  14. Laferrière auf Litprom-Bestenliste

    Dany Laferrière steht mit Granate oder Granatapfel, was hat der Schwarze in der Hand? auf der Litprom-Bestenliste Weltempfänger Winter 2021!
    »Das Buch strahlt heute noch durch seinen frechen Witz, die Bekenntniswut und Selbstironie eines schwarzen Autors und seinen unverfrorenen Beobachtungen bei einer Reise durch die USA.« Ruthard Stäblein

  15. Buchpremiere »Kontinentaldrift. Das Schwarze Europa«

    Morgen Abend, am 4.11. um 20 Uhr, findet im Deutschen Theater Berlin die Buchpremiere von Kontinentaldrift. Das Schwarze Europa statt. Nähere Infos zur Veranstaltung finden Sie hier.

  16. »Kontinentaldrift«

    Kontinentaldrift – die langsame Bewegung der Kontinente, ihre Aufspaltung und Vereinigung steht sinnbildlich für die neue literarische Reihe, die in Zusammenarbeit mit dem Haus für Poesie bei Wunderhorn erscheint. Sie widmet sich der Poesie von Dichter*innen, deren Herkunft nicht europäisch ist, die jedoch längst ihr Zuhause in Europa gefunden haben. Gesellschaftliche Umbrüche, postkoloniale Bewegungen, Verfolgung oder Krieg haben die Autor*innen oder ihre Vorfahren zum Auswandern bewegt. Die Lyrikanthologien dieser Reihe stellen den Vielklang von Stilen, Perspektiven und kulturellen sowie sprachlichen Einflüssen vor, der zu einem Teil der Literatur Europas geworden ist.

    Die ersten beiden Bände in dieser Reihe: Kontinentaldrift. Das Schwarze Europa, hrsg. von Fiston Mwanza Mujila und Kontinentaldrift. Das Persische Europa, hrsg. von Daniela Danz und Ali Abdollahi

  17. »Die Hochsee der Ilse Aichinger«

    Mit Die Hochsee der Ilse Aichinger. Ein unglaubwürdiger Reiseführer zum 100. Geburtstag, herausgegeben von Uljana Wolf und Marie Luise Knott, ist eine ganz besondere Zwiesprache erschienen: 10 Dichter halten Zwiesprache mit Gegenständen aus Aichingers Nachlass.
    Die gleichnamige Ausstellung wird am 29.10. im LCB eröffnet und kann bis zum 12.02. besucht werden. Am 2.11. findet außerdem ein Zwiesprachen-Spezial im Münchner Lyrik Kabinett statt.

  18. Wunderhorn auf der Buchmesse

    Unsere Autoren Bela Chekurishvili und Dany Laferrière sind auf der Frankfurter Buchmesse und stellen ihre aktuellen Bücher Das Kettenkarussell bzw. Granate oder Granatapfel, was hat der Schwarze in der Hand? vor (Termine auf den jeweiligen Buchseiten).
    Unseren Verlag finden Sie in Halle 3.1 am Stand A135 – wir freuen uns auf Ihren Besuch!

  19. Édouard Glissant »Philosophie der Weltbeziehung«

    Der Dichter und Philosoph Édouard Glissant (1928–2011) wurde spätestens nach Veröffentlichung seines Buchs Zersplitterte Welten zu einem der führenden Theoretiker der globalisierten Welt. Ebenso bahnbrechend sind seine Gedanken zur Weltbeziehung, die als übergreifende Kategorie sein gesamtes Werk begleiten. In dem nun erstmals auf Deutsch aufgelegten Text Philosophie der Weltbeziehung führt der Vordenker postkolonialer Identität sie zusammen.

  20. Dany Laferrière »Granate oder Granatapfel«

    Dany Laferrière, der gern mit Stereotypen und Klischees spielt, taucht in seinem Roman Granate oder Granatapfel, was hat der Schwarze in der Hand? in die Tabus und Rassenfantasien Nordamerikas ein, durchleuchtet die amerikanische Gesellschaft in all ihren Kontrasten, von den ärmsten Ghettos zu den wohlhabenden Gegenden. Ein ungemein hellsichtiges, vollständiges, auch die heutigen Verhältnisse kennzeichnendes Panorama.

  21. Norbert Lange »Unter Orangen«

    Die Orange ist die lauteste unter den Früchten. Als Signalfarbe leuchtet sie in weite Ferne, setzt ihr Licht als Zeichen von Enthusiasmus, Diesseitigkeit. Als Farbe der holländischen Kicker wie der tanzenden Bagwan-Jünger*innen ist sie notorisch mit ihrem ausgestellten Optimismus.
    Der mythische Sänger Orpheus & andere – Orangen? In 3 Kapiteln und 3 Variationen des Orpheus-Mythos stellt Norbert Lange sich in seinem neuen Gedichtband wagemutig der Frage nach dem lyrischen Subjekt.

  22. Ré Soupault – »Es war höchste Zeit …«

    Die Begleitschrift zur gleichnamigen Ausstellung Ré Soupault – »Es war höchste Zeit …«. Eine Avantgardekünstlerin in Basel 1948 bis 1958 beleuchtet Soupaults Anfänge als Übersetzerin und Radioautorin ebenso wie ihre abenteuerlichen Reisen auf dem Vélosolex oder ihre Freundschaft zu Karl Jaspers. Deutlich wird, dass Ré Soupault in Basel schwierige, aber für ihren weiteren Weg entscheidende Jahre verbrachte.

  23. Laferrière auf der Hotlist

    Dany Laferrière ist mit »Ich bin ein japanischer Schriftsteller« Kandidat für die diesjährige Hotlist! Stimmen Sie bis zum 20. August hier ab, damit sein Roman auf die Liste der zehn Hotlist-Bücher gelangt.

  24. »Apollo 18«

    Apollo 18 war ursprünglich eine lange Nacht, die anlässlich Apollinaires 100. Todestag 2018 stattfand, eine Gemeinschaftsaktion von TOLEDO, dem Institut Français Deutschland und dem Literarischen Colloquium Berlin. Zahlreiche Autor*innen waren eingeladen, gemeinsam in den Apollinaire-Kosmos einzutauchen und eigene poetische Sonden auszusenden, die Apollinaire ganz ins Licht der Gegenwart rücken sollten – in Form von Gesprächen, Vorträgen, Performances und einem kollektiven Übersetzungslabor.
    Die Ergebnisse dieser Expeditionen finden sich nun im vorliegenden Band gebündelt.

  25. »Kettenkarussell«

    Die neuen Gedichte von Bela Chekurishvili haben ihre Ankerpunkte in der Kindheit. Ihre Lyrik holt die Ferne heran, mit den uralten Mitteln der Poesie. Die rhythmische Beschwörung getrockneter Sauerkirschen und roter Chilischoten legt uns ihren Geschmack auf die Zunge. Aber ihre Gedichte stellen auch kritische Fragen an Geschichte und Gegenwart eines Landes, in dem die Kriegserfahrung noch nicht lange zurückliegt. Wer sie liest, der ist im Großen Kaukasus, im Weinland Kakhetien, in der Hauptstadt Tbilisi, am Schwarzen Meer.

  26. »Rabenbetrachtungen«

    Mit der Reihe Rabenbetrachtungen. Notizen aus dem Otto Ubbelohde-Haus stellt der Verein Zwei Raben: Literatur in Oberhessen Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur vor, die »Writing in Nature« für jeweils drei Monate erleben und dabei literarisch der Verbindung von Natur und Kunst nachgehen. In dieser ersten Ausgabe der Rabenbetrachtungen finden sich Texte von Marion Poschmann, Christoph Peters, Marcus Braun und Thomas Hettche.

  27. »Tiefenlager«

    Annette Hugs neuer Roman Tiefenlager handelt von einer bedrohlichen Materie: dem Atommüll – und seiner Lagerung sowie der schwierigen Aufgabe, Wissen über 30 Generationen sicher weiterzutragen.
    Fünf Menschen aus verschiedenen Nationen gründen ein Endlagerkloster und entwickeln Methoden, um das Wissen über die Gefahren des Atommülls verlässlich zu dokumentieren und von Generation zu Generation weiterzugeben. Die Vision: Kein Mensch soll durch die Strahlung eines Endlagers für nukleare Abfälle getötet werden.

  28. »betrunkene wälder«

    Der neue Gedichtband von Arne Rautenberg ist da! In betrunkene wälder finden sich wie im Rausch geschriebene Gedichte. Während die domestizierte Natur sich zu wehren beginnt, wird die von ihren spirituellen Wurzeln abgeschnittene Menschheit ihrem stetig näherkommenden Verfall gewahr. Bilder finden sich ein: durch unsere Kulturlandschaft irrende Wölfe, zischende Schwerter in Kursosawa-Filmen, Schneeflocken, die in Blutlachen fallen, der versteigerte Revolver van Goghs.

  29. Lotte Eisner

    In der arte-Mediathek findet sich eine neue Doku über die scharfsichtige Filmkritikerin Lotte H. Eisner, deren Geburtstag sich am 5. März zum 125. Mal jährt. Online ist der Film noch bis zum 25. März zu sehen.
    Im Wunderhorn Verlag sind die Memoiren von Lotte Eisner erschienen. Lotte H. Eisner, Martje Grohmann: »Ich hatte einst ein schönes Vaterland«

  30. SWR-Bestenliste und Litprom-Bestenliste

    Helon Habilas Reisen steht auf Platz 1 der Litprom-Bestenliste Weltempfänger Frühjahr 2021 und auf Platz 3 der SWR-Bestenliste im Februar!
    Hier diskutieren die SWR-Literaturkritikerinnen Julia Schröder, Kirsten Voigt und Insa Wilke mit Carsten Otte über Reisen von Helon Habila.

  31. Max Czollek über Hirsch Glik

    Neu in der Zwiesprachen-Reihe, herausgegeben von Ursula Haeusgen und Holger Pils, ist Max Czolleks Zwiesprache über den im deutschen Sprachraum nahezu unbekannten, auf Jiddisch schreibenden Autor Hirsch Glik Sog nit kejn mol, as du gejsst dem leztn weg.« Zu einem Archiv wehrhafter Poesie bei Hirsch Glik.

  32. »Reisen«

    Neuerscheinung in unserer AfrikAWunderhorn-Reihe: Helon Habilas Roman Reisen, übersetzt von Susann Urban, herausgegeben von Indra Wussow. Der Protagonist, ein in den USA lebender Akademiker aus Nigeria, zieht mit seiner amerikanischen Frau nach Berlin. Dort trifft er auf afrikanische Immigranten, deren Schicksal und Fluchterlebnisse sein privilegiertes Leben in den USA in Frage stellen. Als er eine junge Frau aus Sambia in die Schweiz begleitet, wo sie die Todesumstände ihres Bruders klären will, steigt er auf der Rückreise nach Berlin ohne Papiere in den falschen Zug und landet in einem Flüchtlingslager am italienischen Mittelmeer …

  33. »Unreisen«

    In diesem Jahr sind viele auf ihren Reiseplänen sitzen geblieben. So auch Indra Wussow, Herausgeberin unserer AfrikAWunderhorn-Reihe, und die Schriftstellerin Felicitas Hoppe, Trägerin des Großen Preises des Literaturfonds. In Unreisen erkunden die Weltreisenden fremde und vertraute Landschaften, verorten die Sehnsucht nach dem Paradies und die Strapazen, die das Sich-auf-den-Weg-machen mit sich bringt. Eine so kluge wie erhellende Selbstbefragung über Möglichkeiten und Grenzen kultureller Aneignung und über tröstliche Momente des Rückzugs und der Sesshaftigkeit in Zeiten von Corona.

  34. »Nationalität: Mensch!«

    21 Autor*innen, ein Roman: Nach sechs Jahren gemeinsamer Schreibarbeit präsentieren die HeidelFriends, eine Gruppe junger Autor*innen, ihren langersehnten Roman. Nationalität: Mensch! ist aber nicht nur Produkt eines großartigen integrativen Projekts, sondern verhandelt zudem lebensnah Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und Identität. 

    Am 15. Oktober fand eine digitale Buchvorstellung mit den Autor*innen, Jagoda Marinić (Leiterin Interkulturelles Zentrum Heidelberg) und Manfred Metzner (Verleger) statt. Sie kann hier nachgesehen werden.

  35. VERSschmuggel Kanada

    Mit der neuerschienenen VERSschmuggel-Anthologie direkt in die Gegenwartslyrik aus Kanada – Gastland der Frankfurter Buchmesse – eintauchen: Sechs Dichter*innen aus dem deutschsprachigen Raum trafen coronabedingt in virtuellen Räumen auf sechs französisch- und sechs englischschreibende kanadische Dichter*innen. Die Ergebnisse dieses intensiven poetischen Transfers, der in einer Zeit, in der sich Länder massiv gegeneinander abschotten, wichtiger denn je ist, werden in guter analoger Tradition in dieser dreisprachigen Anthologie präsentiert.

  36. Hölderlins Ode auf Heidelberg

    Erstmalig sind alle Handschriften des ersten Entwurfs von Hölderlins Ode auf Heidelberg in einer Faksimileedition vollständig versammelt und erschlossen; hrsg. von Roland Reuß und Marit Müller. Um sich in dem komplizierten Entwurf besser orientieren zu können, begleitet die Faksimiles eine standgenaue Transkription.
    Die vollständige Fassung des ersten Entwurfs kann außerdem bis zum 6. Dezember im Kurpfälzischen Museum der Stadt Heidelberg bestaunt werden.

  37. »mme perreq«

    Wie schreibt man heute Briefe? Das Designerinnen-Kollektiv Ougrapo und die Schreibwerkstatt Oulipo Frankfurt machen es vor. Mithilfe formaler Zwänge bauen sie einen kollektiven Roman, der Brücken spannt zwischen Form und Inhalt, Fiktion und Realität. Entstanden ist dieses verrückte Kompendium progressiv literarischer sowie grafischer Verfahren. Formale Raster à la Oulipo sind Kern des Buchs. Hinter der französischen Autorengruppe Oulipo (Werkstatt potenzieller Literatur) mit ihrem berühmtesten Vertreter Georges Perec (1936–1982) stecken fast nur Männer. Endlich ergreift eine Frau das Wort: mme perreq.

  38. SWR-Bestenliste

    Wir freuen uns, dass Dany Laferrières Roman Ich bin ein japanischer Schriftsteller auf Platz 1 der SWR-Bestenliste September ist. In der Jury-Begründung heißt es: »Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein Roman den gesamten Diskurs um ethnische Zugehörigkeit, Herkunft und falsche Heimatgefühle einmal gehörig durcheinanderwirbelt, auf sehr lustige Weise, aber mit einem dahinter liegenden tieferen Ernst.«

  39. Identität ad absurdum

    Marko Martin (Deutschlandfunk Kultur) über Ich bin ein japanischer Schriftsteller: »Dany Laferrière führt in seinem neuen Roman die Idee des Identitären auf charmante Weise ad absurdum: Weshalb sollte ein in der Karibik geborener und heute in Kanada lebender Autor nicht zumindest temporär ›japanisch‹ werden?«

  40. 75 Jahre Hiroshima

    Der Abwurf der US-Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki jährt sich in diesem Jahr zum 75. Mal. 
    Unsere Autorin Angela Bubba hat sich mit der Massenvernichtungswaffe beschäftigt: In ihrem literarischen Essay Alberto, Elsa und die Bombe schreibt sie über die Auswirkungen der nuklearen Gefahr und führt auf eindrucksvolle Weise vor Augen, was die Spezies Mensch zu verlieren hat, wenn sie sich nicht endgültig von ihren atomaren Macht- und Vernichtungsträumen verabschiedet. 

  41. »Ich bin ein japanischer Schriftsteller«

    Der neue Roman von Dany Laferrière ist da! Ein teuflisch intelligenter und humorvoller Roman mit dem Laferrière, scheinbar unberührt von gängigen Klischees, eine nachdenklich stimmende Antwort auf die uns alle beschäftigenden Fragen gelingt: Worin ähneln, worin unterscheiden wir Menschen uns; wer und was bestimmt über unsere Identität und Zugehörigkeit? Mehr

  42. Lesung »Wir sind es wert«

    Wir laden Sie herzlich zu einer Buchvorstellung und Lesung der Kurzgeschichten-Anthologie Wir sind es wert, herausgegeben von Marie-Luise Hiesinger, ein. Nutzen Sie die Gelegenheit mit den Autor*innen, der Herausgeberin, dem Verleger und den Jurymitgliedern zu diskutieren. Lassen Sie sich anstecken von der ungemeinen Lust auf das Schreiben und Lesen!
    Freitag, 13. November 2020, 19 bis 22 Uhr in der Volkshochschule Schwetzingen
    Eintritt Abendkasse: 8 Euro, bzw. 4 Euro ermäßigt
    Anmeldung bis zum 12. November

  43. »Den Wiederholungen folgen«

    Nico Bleutges Zwiesprache Den Wiederholungen folgen über Inger Christensen, gehalten im Lyrik Kabinett München, ist jetzt auch in gedruckter Form erhältlich. Herausgegeben wird die Zwiesprachen-Reihe von Ursula Haeusgen und Holger Pils.

  44. Dlf-Kultur Empfehlungen

    Die Anthologie »Unter der dünnen Mondsichel. Gedichte aus Schottland«, herausgegeben von Sigrid Rieuwerts und Hans Thill ist eine von fünf Buchempfehlungen des Deutschlandfunk Kultur für den Monat Juli!

  45. Deutscher Verlagspreis 2020

    Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Deutschen Verlagspreis 2020 ausgezeichnet werden! Eine wunderbare Nachricht in diesen Zeiten.
    Herzliche Gratulation auch an alle ebenfalls prämierten Verlage!

  46. Pulitzer-Preis für Jericho Brown

    Wir gratulieren Jericho Brown ganz herzlich zum Pulitzer-Preis (Dichtung)! Gedichte von Jericho Brown, ins Deutsche übersetzt von Georg Leß, können Sie in VERSschmuggel / reVERSible. Poesie aus den USA und Deutschland lesen und hören.

  47. Radiobeitrag zu AfrikaWunderhorn

    Unsere Reihe AfrikaWunderhorn feiert in diesem Jahr ihren 10. Geburtstag! Mehr über die Reihe können Sie z. B. in diesem Radiobeitrag von SWR2 erfahren.

  48. »Wir sind es wert«

    Eine Anthologie mit 127 Kurzgeschichten. Allesamt Siegertexte eines seit 1993 existierenden Schreibwettbewerbs an einer kaufmännischen Schule in Heidelberg. Wir sind es wert, herausgegeben von Marie-Luise Hiesinger, liefert ein Psychogramm von Jugendlichen über einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren.
    Die Anthologie mag junge Menschen zum Schreiben ermutigen und Lehrer*innen dazu inspirieren, im Unterricht mit diesen Texten zu arbeiten.

  49. Kieler Kulturpreis 2020 für Arne Rautenberg

    (c) Birgit Rautenberg

    Wir gratulieren unserem Autor Arne Rautenberg herzlich zum Kieler Kulturpreis 2020! Zuletzt ist von Arne Rautenberg sein Gedichtband permafrost bei uns erschienen.

  50. »Alberto, Elsa und die Bombe«

    Angela Bubbas literarischer Essay schlägt ein besonderes, in Deutschland bisher unbekanntes Kapitel im Leben des italienischen Schriftstellers Alberto Moravia (1907–1990) und dessen Frau, der Schriftstellerin Elsa Morante (1912–1985), auf. Beide waren pazifistisch eingestellt, beide beschäftigten sich in ihren schriftstellerischen Werken mit der atomaren Bedrohung und den Folgen eines Atomkriegs. Mehr

  51. »Unter der dünnen Mondsichel«

    Der neue Band aus der Reihe »Poesie der Nachbarn«, ein Projekt des Künstlerhauses Edenkoben und der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, ist da! Dieses Mal geht es ins lyrische Schottland. Die Gedichte in Unter der dünnen Mondsichel, hrsg. von Sigrid Rieuwerts und Hans Thill, sind erfüllt von jener Energie, die aus der Vielsprachigkeit kommt, aus dem inspirierten Wechsel zwischen Gälisch, Scots und Englisch. Sie künden von widerständigem Geist, Witz, Melancholie. Mehr

  52. Digitale Buchmesse

    So verständlich und sinnvoll die Absage der Leipziger Buchmesse ist: Vor allem kleine, unabhängige Verlage trifft sie enorm. In den großen Buchhandlungsketten finden Sie wenige Bücher aus kleinen Verlagen; durch den Ausfall der Buchmesse fehlt nun ein wichtiger Ort der Präsentation. Viele Verlage schaffen diesen Ort der Präsentation nun im digitalen Raum: auf den Social-Media-Kanälen. Wir machen auch mit und präsentieren Ihnen in den nächsten Tagen auf Facebook, Twitter und Instagram unsere Neuerscheinungen und viele Empfehlungen aus unserem Programm. Auf zur digitalen Buchmesse!

  53. Förderung kleiner Verlage

    Um die finanzielle Situation kleiner Verlage ist es nicht allzu gut bestellt. Ob Verlagspreise von Bund und Ländern das wahre Mittel sind, um der Krise entgegenzuwirken, ob eine strukturelle Förderung nötig ist oder ob eine Subventionierung die Unabhängigkeit und Kreativität der Verlage einschränkt, damit beschäftigt sich dieser Beitrag von Ulrich Rüdenauer im Deutschlandfunk Kultur. Auch Wunderhorn-Verleger Manfred Metzner kommt zu Wort.

  54. »Kollektive Amnesie«

    Eine der interessantesten jungen Stimmen Südafrikas präsentiert ihr langerwartetes Lyrikdebüt: Koleka Putuma beschäftigt sich in Kollektive Amnesie mit dem Schwarz- und Frau-Sein und taucht dabei unerschrocken in die Geschichte ihres Landes ein. Ihre Gedichte fordern Gerechtigkeit, pochen auf Sichtbarkeit und bieten Heilung. Putuma erforscht in ihnen Konzepte von Autorität – in akademischer Welt, Religion, Politik und Beziehungen –, um zu fragen, was wir gelernt haben und was wir verlernen müssen. Mehr

  55. 15 Minuten Glissant am Tag

    Der Schweizer Kurator Hans Ulrich Obrist, künstlerischer Leiter der Serpentine Galleries in London, im SPIEGEL-Interview:
    SPIEGEL: »Die Kunst soll also die Welt retten? Wie genau?«
    Obrist: »Dazu mache ich mir jeden Morgen Gedanken, wenn ich nach dem Aufwachen meine fünfzehn Minuten Édouard Glissant lese. Er ist für mich mit Abstand der wichtigste Autor unserer Zeit, weil er die Phänomene, die die Globalisierung hervorbringt, vorausgesehen hat.«

  56. Buchpräsentation »Zeit der vielen Einsamkeiten«

    Im Rahmen eines literarischen Frühstücks lesen am Sonntag, den 9. Februar um 10 Uhr Ilona Einstein, Esther Graf, Nelly Z. Graf und Sabine Metzger aus der Anthologie »Zeit der vielen Einsamkeiten« ausgewählte Werke von Siegfried Einstein. Mit Musik von Amnon Seelig und einem Grußwort der Stadt Mannheim von Helen Heberer. Die Veranstaltung findet in der Jüdischen Gemeinde Mannheim (Rabbiner-Grünewald-Platz) statt. Es werden 15 Euro Eintritt erhoben, Ermäßigte zahlen 12 Euro.

  57. »Zeit der vielen Einsamkeiten«

    Sprache war Siegfried Einsteins Waffe. In politischen und literarischen Essays, in Gedichten und Erzählungen schrieb er gegen Unrecht und Verdrängung im Nachkriegsdeutschland des Vergessen-Wollens an. In »Zeit der vielen Einsamkeiten«, herausgegeben von Esther Graf und Nelly Z. Graf, sind einige seiner Gedichte, Erzählungen und Essays zusammengetragen und können so wieder gelesen werden.

  58. Angela Bubba liest »Alberto, Elsa und die Bombe«

    Die italienische Schriftstellerin Angela Bubba stellt am 20. November um 20 Uhr im Kulturhaus Wiesloch ihren neuen Text »Alberto, Elsa und die Bombe« vor und liest auch aus ihren anderen Büchern. Ihren neuen Text hat sie 2019 während eines Literatur-Residenzstipendiums der Heimann-Stiftung in Wiesloch verfasst. Sonya Isaak und Andreas Benend werden die Lesung musikalisch umrahmen, der Eintritt ist frei.
    »Alberto, Elsa und die Bombe« wurde von Chiara Caradonna aus dem Italienischen übersetzt und wird im Verlag Das Wunderhorn erscheinen.

  59. »Die Maulposaune« – Poesie der Nachbarn Italien

    »Die Maulposaune« ertönt am Montag, den 28. Oktober um 19.30 Uhr im Mainzer Staatstheater! Hans Thill stellt die Übersetzerwerkstatt »Poesie der Nachbarn« des Künstlerhauses Edenkoben vor und präsentiert zwei Dichter*innen und ihre Nachdichter*innen anhand der aktuellen Anthologie »Die Maulposaune. Gedichte aus Italien.« Es lesen die Lyriker*innen selbst sowie Mitglieder des Schauspielensembles.

    Mit: Carmen Gallo, Francesco Maria Tipaldi, Nancy Hünger, Ulf Stolterfoht, Andrea Quirbach, Klaus Köhler, Hans Thill

  60. »Heida! Heida! He! Sadismus von irgend etwas Modernem und ich und Lärm! Fernando Pessoas sensationistischer Ingenieur Álvaro de Campos«

    Neu in der Zwiesprachen-Reihe, herausgegeben von Ursula Haeusgen und Holger Pils: Monika Rinck über Fernando Pessoa
    »Zwischen 1914 und 1922 schrieb Fernando Pessoa – bzw. sein Alter Ego Álvaro de Campos – unter dem Titel Der sensationistische Ingenieur gigantische Oden im raumgreifenden Stil Walt Whitmans. Weiter lesen

  61. »Ich habe Emily Dickinson zwischen die Rippen meiner Heizung in San Francisco geklemmt«

    Neu in der Zwiesprachen-Reihe, herausgegeben von Ursula Haeusgen und Holger Pils: Arne Rautenberg über Richard Brautigan
    »San Francisco, 1967/1968: Richard Brautigan (1935-1984) vor der Benjamin-Franklin-Statue. Ein großer Mann mit halblangem blonden Haar, Walrossbart und ausgebeultem Westernhut. Weiter lesen

  62. Deutscher Verlagspreis 2019

    Deutscher Verlagspreis 2019

    Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem erstmals durch Kulturstaatsministerin Monika Grütters vergebenen Deutschen Verlagspreis 2019 ausgezeichnet wurden und danken der Jury für die Anerkennung unserer Arbeit!
    Wir bedanken uns bei all unseren Mitarbeiter*innen, Autor*innen, Übersetzer*innen, Herausgeber*innen, Grafiker*innen, Drucker*innen, Freund*innen, Buchhändler*innen, Leser*innen, Vertreter*innen, Auslieferungen und allen, die uns 41 Jahre die Treue gehalten haben, uns unterstützt und vertraut, uns Mut gemacht haben, den Verlag zu dem zu machen, wofür er nun ausgezeichnet wird.
    Herzliche Gratulation an alle Kolleg*innen, die am 18. Oktober in Frankfurt zusammen mit uns ausgezeichnet wurden!

  63. Klaus Zimmermann

    Klaus Zimmermann

    Klaus Zimmermann stellt am Donnerstag, den 10. Oktober um 19.30 im Museum Haus Cajeth (Haspelgasse 12, 69117 Heidelberg) im Gespräch mit Stefan Kochanek (Wissenschaftler) sein Buch »Von der Welt, wie sie ist und wie sie sein könnte« vor. Die Texte werden gelesen von Walter Schmuck (Schauspieler und Theaterpädagoge). Der Eintritt ist frei.

  64. »permafrost«

    »permafrost«

    Rabenschwarz, vogelfrei und nah am Schicksal sind die neuen Gedichte von Arne Rautenberg. Gegen das Gefühl, verloren zu gehen im Großen, das diese Welt schon immer scheitern ließ, setzt er leuchtende Zeichen: das Klein-Klein unseres Alltags und die Widerhaken des Abseitigen. Weiter lesen

  65. »Von der Welt, wie sie ist und wie sie sein könnte«

    »Von der Welt, wie sie ist und wie sie sein könnte«

    Kaum eine Frage stellt sich heute drängender als diejenige, wie und wo noch Orientierung gefunden werden kann, in Zeiten und unter Umständen, die Orientierungen nicht als gegeben erscheinen lassen. Die Frage ist für unseren Autor Klaus Zimmermann nicht: was ist der Mensch, und auch nicht: was ist die Welt für sich betrachtet, sondern: was ist ein Leben in dieser Welt? Es geht hierbei nicht um die Vorstellung von einer anderen, besseren Welt, vielmehr darum, auf die konkreten Bedingungen hinzuweisen, von denen die Möglichkeit eines grundlegenden Wandels ebenso abhängt, wie das Gelingen des Lebens in der Welt, wie sie ist. Eine scharfsinnige Analyse der modernen Welt, verbunden mit dem Bedenken des Lebens. Weiter lesen

  66. SWR-Bestenliste

    SWR-Bestenliste

    Wir freuen uns sehr, dass Aubergine mit Scheibenwischer – Die Zeichnungen von Oskar Pastior von Heidede Becker auf der SWR-Bestenliste vertreten ist. Entdecken Sie in diesem Band das zeichnerische Werk Oskar Pastiors!

  67. »Immer noch Barbaren?«

    »Immer noch Barbaren?«

    27 Autoren und Autorinnen haben sich im Rahmen der 20. Internationalen Schillertage mit Schillers berühmter Schrift »Über die ästhetische Erziehung des Menschen, in einer Reihe von Briefen« auseinandergesetzt. Eine Autorin, ein Autor – ein Brief. Sie haben dazu frei assoziiert, den Brief fortgeschrieben oder auch einen Gegenentwurf verfasst. Und sich genau wie Schiller die Fragen gestellt: Was ist das Schöne? Welche Wirkung hat die Kunst auf die Entwicklung der Menschheit?
    Dabei herausgekommen ist die außergewöhnliche Sammlung Immer noch Barbaren? Neue Briefe »Über die ästhetische Erziehung des Menschen«, inspiriert von Friedrich Schiller.

  68. Die Zeichengebilde von Oskar Pastior

    Die Zeichengebilde von Oskar Pastior

    Michael Braun schreibt im Tagesspiegel über Aubergine mit Scheibenwischer – Die Zeichnungen von Oskar Pastior von Heidede Becker. Entdecken Sie darin alle Zeichengebilde Pastiors, „der mit seinen „Wechselbälgern“, „Sonetburgern“, „Vokalisen“, „Gimpelstiften“ und „kleinen Kunstmaschinen“ die Möglichkeiten der Sprache und ihrer Kombinatorik nach allen phonetischen und semantischen Richtungen hin auslotet“.

  69. Zu sehen: die Zeichnungen von Oskar Pastior

    Zu sehen: die Zeichnungen von Oskar Pastior

    Das Poesiefestival Berlin stellt vom 9. bis 20. Juni in der Akademie der Künste die Zeichnungen von Oskar Pastior aus. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 8. Juni mit Heidede Becker und Herta Müller statt. Alle Zeichengebilde, die dort zu sehen sein werden, finden sich auch im Katalog Aubergine mit Scheibenwischer – Die Zeichnungen von Oskar Pastior.

  70. Zum Tod von Binyavanga Wainaina

    Zum Tod von Binyavanga Wainaina

    Am 21. Mai, ist unser Freund und Autor Binyavanga Wainaina an den Folgen eines Schlaganfalls in Nairobi gestorben. Im Januar 2014, während in verschiedenen afrikanischen Ländern die Gesetze gegen Homosexuelle verschärft wurden, veröffentlichte Wainaina als Antwort darauf ein bisher verschwiegenes Kapitel seiner Erinnerungen, in dem er sich zu seiner Homosexualität bekannte und sorgte damit für weltweite Aufmerksamkeit. Das Time Magazin erklärte ihn 2014 zu einer der 100 einflußreichsten Personen dieser Welt. Bei Wunderhorn erschien 2013 seine Biografie Eines Tages werde ich über diesen Ort schreiben. Wir trauern um einen herausragenden und mutigen Menschen.

  71. VERSschmuggel – Překladiště

    VERSschmuggel – Překladiště

    Pünktlich zur Leipziger Buchmesse mit dem Gastland Tschechische Republik erscheint die Anthologie
    VERSschmuggel – Překladiště. Poesie aus Tschechien und Deutschland parallel in Deutschland und Tschechien.
    Der Band präsentiert die Ergebnisse des dreitägigen Übersetzungs-Workshops VERSschmuggel beim 19. poesiefestival berlin. Sechs Tandems aus deutschen und tschechischen LyrikerInnen hatten auf Grundlage von Interlinearübersetzungen und mithilfe eines Übersetzers ihre Texte gegenseitig in die andere Sprache übertragen. Mehr

  72. Tattoo & Religion

    Tattoo & Religion

    Tattoos sind in Mode. Neu sind sie jedoch keinesfalls: In »Tattoo & Religion« geht Paul-Henri Campbell deren langer Geschichte nach und spricht mit Tätowierern, Tätowierten und anderen Begleitern der Szene. [Hier.]

  73. African Book Festival

    Vom 4.–7. April wird in Berlin das zweite African Book Festival – Transitioning from Migration stattfinden. Dort werden auch zwei Wunderhorn-Autoren zu Gast sein: Ben Okri wird gemeinsam mit Literaturkritiker Dennis Scheck das Festival eröffnen, der Lyriker, Musiker und Performer Chirikure Chirikure wird ein Konzert in der Volksbühne geben. Tickets und weitere Informationen gibt es hier: https://africanbookfestival.de/.

  74. Koreanische Dichtung

    Koreanische Dichtung

    Er galt als eine der großen Hoffnungen der koreanischen Dichtung: Als Ki Hyungdo mit 29 Jahren kurz vor Veröffentlichung seines ersten Gedichtbandes völlig überraschend verstarb, erzielte sein Buch für Lyrik geradezu astronomische Auflagenhöhen. 30 Jahre später ist »Schwarzes Blatt im Mund« nun endlich auch auf Deutsch erschienen.

  75. Der Ré Soupault–Blick

    Der Ré Soupault–Blick

    Ein herausragendes Porträt über eine außergewöhnliche Frau: Hans-Peter Kunischs Beitrag über Ré Soupault im Deutschlandfunk ist hier zu hören.

  76. 100 Jahre Bauhaus! 100 Jahre Surrealismus!

    100 Jahre Bauhaus! 100 Jahre Surrealismus!

    Anlässlich dieser zwei großen Jubiläen blickt der Wunderhorn Verlag in diesem Frühjahr auf eine beträchtliche Anzahl von Veröffentlichungen zurück.
    Mit den Werkausgaben des Ehepaares Ré und Philippe Soupault sind sowohl eine der ersten Bauhaus-Schülerinnen als auch einer der Gründer des Surrealismus im Verlagsprogramm vertreten. Obwohl, oder gerade weil einige dieser Veröffentlichungen bereits eine Weile zurückliegen, lohnt es sich, das umfassende Werk dieses erstaunlichen Liebespaares noch einmal neu zu entdecken.

  77. Plovdiv ist Kulturhauptstadt 2019

    Plovdiv ist Kulturhauptstadt 2019

    Plovdiv, die zweitgrößte Stadt Bulgariens, ist 2019 europäische Kulturhauptstadt.
    Von 1996–2005 machten sich zehn deutsche Dichter*innen auf den Weg und berichteten im Anschluss von ihren Erfahrungen dort. Die Ergebnisse dieser Reisen sind bei Wunderhorn erschienen. Mehr.