Die Wunde, die nie heilte, doch zu singen lernte. Nachdenken über Franz Wright

Zwiesprachen | 32 Seiten, Klappenbroschur mit SteppstichheftungISBN: 978-3-88423-756-4
EUR 18,00 (D) erscheint: September 2026
Die Wunde, die nie heilte, doch zu singen lernte.

Über dieses Buch

»Es gibt ein Leben, welches / hätte ich es haben können / ich für mich von Anfang an gewählt hätte«, schreibt der amerikanische Dichter und Pulitzer-Preisträger Franz Wright (1953–2015) in der letzten Strophe von »Das Gedicht«. Drei Verse sind es, die einen der Grundsteine für seine Poetik legen. Franz Wright, der nach Gewalterfahrungen in der Kindheit Zeit seines Lebens mit Drogenabhängigkeit und psychotischer Depression kämpfte, fand im Dichten einen Grund, bei Kräften zu bleiben, beschrieb es als Erlösung. Mit eleganter Einfachheit fächern seine Bände das Erleben von Wahn, Abhängigkeit, Einsamkeit, Sterblichkeit auf – und die Sehnsucht nach Gegenteiligem. Mit Ende vierzig wandte sich Wright dem Katholizismus zu und ließ sich taufen. Konsequenz seines Haderns mit der Welt und Ausgangspunkt seines poetischen Blicks wurde für ihn das Mitgefühl. Welche Empfindungen teilt ein Autor, der in seinem Gedicht »Die Welt« schreibt: »Die Wahnsinnigen haben Recht, aber sie sind trotzdem wahnsinnig«? Und wie übersetzt er sie in ein Werk von erstaunlicher Klarheit?

Die Zwiesprache wird am 17. Juni 2026 im Lyrikkabinett München gehalten.

Sirka Elspaß

Sirka Elspaß, geboren 1995 in Oberhausen, lebt in Wien. Auf ihren Debütband ich föhne mir meine wimpern (2022) folgte hungern beten heulen schwimmen (2025). 2026 wurde sie mit dem Else-Lasker-Schüler-Lyrik-Förderpreis ausgezeichnet.

Kurt Wolff-Stiftung
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Preisträger Deutscher Verlagspreis 2019
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