Kataklump Paul van Ostaijen, Heinrich Campendonk, Fritz Stuckenberg und der Kampf um den Expressionismus

244 Seiten, KlappenbroschurISBN: 978-3-88423-712-0
EUR 28,00 (D) erscheint: unbestimmt
Kataklump

Über dieses Buch

Oktober 1918: Der junge Paul van Ostaijen kommt in Berlin an, auf der Flucht aus Belgien und auf der Suche nach einem Neubeginn. In seiner Heimatstadt Antwerpen war er die treibende Kraft des Durchbruchs des Modernismus, in Berlin aber befindet er sich plötzlich in der Hauptstadt des Expressionismus. Die bildenden Künstler Fritz Stuckenberg, Lyonel Feininger, Arnold Topp und Heinrich Campendonk, die gute Freunde van Ostaijens werden, sind zu diesem Zeitpunkt dringlich auf der Suche nach einer Alternative für die allmächtige Galerie »Der Sturm«. Van Ostaijen bringt frischen Wind, Begeisterung und eine inhaltlich revolutionäre Ideenwelt mit. Er ist ein Getriebener, der sein Schaffen ganz der Suche nach neuen Formen verschrieben hat und so einen Impuls für eine neue Bewegung nach dem Blauen Reiter geben könnte. Und das inklusive eigenem Manifest – mit dem Titel Kataklump. Doch so weit kommt es nicht.

Kataklump ist die Geschichte eines Avantgardisten, der es zu seiner Mission gemacht hat, den Geist des Expressionismus aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln. Matthijs de Ridder beschreibt sowohl Paul van Ostaijens Wirken als Kunstkritiker und -händler und seine Beziehungen zu vielen modernen Denker*innen und Schaffenden, auf die er in seiner Zeit in Berlin stieß, als auch die Genese der aufsehenerregenden Poesie des Dichters. Das typographische Meisterwerk Besetzte Stadt sowie der lebhaft-expressive Band Die Feste von Angst und Pein, die Paul van Ostaijen zu einem der am nachhaltigsten nachwirkenden Dichter der niederländischsprachigen Lyrik gemacht haben, sind in Berlin entstanden.

Matthijs de Ridder

ist der Autor eines ideenreichen Oeuvres an der Schnittstelle von Literatur und Geschichte. Rebelse ritmes (»Rebellische Rhythmen«, 2012) und De eeuw van Charlie Chaplin (»Das Jahrhundert des Charlie Chaplin«, 2017) sind schwungvolle Kulturgeschichten des 20. Jahrhunderts. Mit Paul van Ostaijen. De dichter die de wereld wilde veranderen (»Paul van Ostaijen. Der Dichter, der die Welt verändern wollte«, 2023) schrieb er die erste umfassende Biografie über diese Ikone der flämischen Literatur.

Anna Eble

ist Übersetzerin, Dolmetscherin und Herausgeberin der niederländischen Zeitschrift Terras für internationale Literatur. Sie forscht zur Poetik des Übersetzens und des Lesens, u.a. im Rahmen des Europäischen Laboratoriums, das sich für ein langsames und schöpferisches Lesen einsetzt.

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