Übersetzung: Susann Urban

Das Leuchten von Morgen Roman

AfrikAWunderhorn | 250 SeitenErscheinungsjahr: 2016ISBN: 978-3-88423-516-4

Auch als e-Book erhältlich bei Ihrem e-Book-ShopISBN: 978-3-88423-517-1
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Das Leuchten von Morgen

Über dieses Buch

Anfang machen zwei der Ältesten, die sich der herzzerreißenden Aufgabe widmen, die Knochen der Verstorbenen zusammenzutragen, damit den anderen Heimkehrern dieser Anblick erspart bleibt. Nach und nach finden weitere Bewohner den Weg zurück – Täter und Opfer, Kinder und Eltern, und alle müssen sich im vom kriegsgeschüttelten Gestern überschatteten Heute zurechtfinden.
Die kleine Gemeinschaft wächst zusammen, die Schule wird wieder eröffnet, Freundschaften entstehen, Hoffnung glimmt auf – die auch auf der Kraft der Verdrängung basiert, dem Verschweigen der Gräueltaten, denn über den Krieg spricht man nicht: Die Alten flüchten in die Traditionen der Vergangenheit, die Jungen suchen nach einer Zukunft, die vom Gestern nicht erdrückt wird. Und das Leben geht tatsächlich weiter, Menschen verlieben sich, empfinden Freude, sind energiegeladen. Doch dann greift der westliche Arm des Kapitalismus nach Imperi, »einem elenden Ort, in dessen Erde Wertvolles steckt«. Ein Bergbauunternehmen zerstört die Natur, mit der die Menschen hier eng verbunden sind; die Männer sind gezwungen, in den Minen zu arbeiten, Frauen prostituieren sich. Viele verlassen das Dorf, wieder wird ihnen ein Lebensweg aufgezwungen. Und doch bleibt als Hoffnung das »Leuchten von Morgen«.

Presse

»Ein eindrucksvoller und denkwürdiger Roman – eine Geschichte von Widerstandskraft und Überlebenswille, und, letztlich, Wiedergeburt.« Publishers Weekly

»Und so ist das Buch jenseits aller politischen Diskussionen über Nachkriegsgesellschaften auch ein poetisches Lesevergnügen. Auch in der deutschen Übersetzung scheint die Musikalität von Ishmael Beahs Muttersprache durch.«
SWR2

»Dies ist ein zugänglich erzählter, aber stofflich komplexer Roman, der uns vermittelt, dass es hier keinen Wiederaufbau geben wird. „Das Leuchten von Morgen“ ist der Versuch, Blick und Tonfall eines Mende-Erzählers in Übersetzung ihre Eigenarten zu lassen. Geschichten seien auch Heimat, sagt der Mann, der auf jeden Fall erfahren hat, wie leicht andere Arten von Heimat zerstörbar sind.«
Stuttgarter Zeitung

»Beah führt ein ganzes Panoptikum unterschiedlicher Typen und Rollenmuster vor. Sie alle versuchen, auf unterschiedliche Weise mit dem Epochenumbruch fertig zu werden. Das aushaltbar erscheinen zu lassen, darin liegt die Stärke dieses Romans … und der Literatur überhaupt.« Radio Bremen

»Das tief bewegende Buch, das mit der ungeschönt geschilderten afrikanischen Lebenswirklichkeit heutzutage auch unter die Haut geht, erhält angesichts der Diskussionen um Migration und Flucht(-Ursachen) eine besondere Aktualität!« EKZ

»Ishmael Beahs Roman ist ein fabelhafter Ritt durch die drei Welten – abgeschiedenes Dorf, zerstörerischer Bergbau und Hauptstadt – , die Sierra Leone heute prägen.« SWR2 Die Buchkritik

Im Buch blättern

Ishmael Beah


Ishmael Beah

Ishmael Beah, 1980 in Sierra Leone geboren, studierte in den USA Politikwissenschaften. In seinem autobiografischen Buch Rückkehr ins Leben (Orig.: A long way gone, 2007) schildert er sein Leben als Kindersoldat und seine Befreiung durch Unicef. Er arbeitet für Human Rights Watch, ist als UNICEF Goodwill Ambassador for Children Affected by War sowie als Berater am Center for the Study of Youth and Political Violence an der University of Tennessee tätig. Er unterrichtet am Center for International Conflict Resolution an der Columbia University und der Rutgers University. Darüber hinaus gründete er die Ishmael Beah Foundation (IBF), die sich insbesondere der Integration von traumatisierten Kindern und Jugendlichen widmet. Beah lebt in Mauretanien.

Susann Urban

Susann Urban

Susann Urban arbeitet nach dem Studium der Germanistik, vielen lehrreichen Jahren im Buchhandel und anderswo als Lektorin und Übersetzerin u. a. von John Steinbeck, Nuruddin Farah, Lola Shoneyin, Imraan Coovadia, Nadifa Mohamed und Ishmael Beah.

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