Khurbn

Gedichte

Reihe P | 60 Seiten, BroschurErscheinungsjahr: 2017 | sofort lieferbar | ISBN: 978-3-88423-576-8 | 17,90 EUR
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Über dieses Buch

In einer Vorbemerkung schreibt er: »Die Abwesenheit der Lebenden schien ein Vakuum zu schaffen, in dem die Toten – die Dibbiks, die vor ihrer Zeit starben – frei sprechen konnten … Holocaust … war ein Wort das mir immer unangenehm war: zu christlich, zu hübsch, zu sehr abstellend auf ein ›Opfer‹, das ich nicht verstand und auch heute nicht verstehe. Das Wort, das wir dafür benutzten, war das jiddische khurbn (khurban), & das war auch das Wort, das ich nach Polen mitgenommen hatte … Die Gedichte, die mir zuerst in Treblinka zu Ohren kamen, waren die deutlichste Botschaft, die ich je bekommen habe, warum ich Gedichte schreibe. Sie sind auch eine Antwort auf die Vorstellung – von Adorno und anderen – daß man nach Auschwitz keine Gedichte mehr schreiben könne oder solle.«

Nachwort von Jerome Rothenberg


Presse

»Sie stemmen sich mit aller Kraft gegen das Vergessen. Rothenberg begreift Poesie auch als einen ›Ruf zur Wachsamkeit‹.« fixpoetry

Jerome Rothenberg

Jerome Rothenberg, geboren 1931 in New York, ist einer der herausragenden Dichter Amerikas. Als Ethnopoet und Avantgardist gilt er als poetischer Vermittler zwischen den Kontinenten. In seinen Gedichten verarbeitet er indianische Songs und jiddischen Lieder. Michael McClure nannte ihn einen »DNA-Raumfahrer, der die Steinzeithöhlen des Jetzt erforscht«. Einige Gedichte aus Khurbn waren Teil eines Rothenberg-Dossiers, das 2014 in der Zeitschrift Schreibheft erschienen ist.