Zwischen Europa und Islam 115 Gegenpredigten

418 Seiten, gebunden mit SchutzumschlagErscheinungsjahr: 2007ISBN: 978-3-88423-288-0
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Zwischen Europa und Islam

Über dieses Buch

»Wir legen in diesem Buch Wert auf Ausdrucksformen des Islams, die nicht die Norm, sondern die Abweichung darstellen« so beginnt Meddeb sein Buch. Seine Gegenpredigten, die alles andere sein wollen als »Predigten«, entwickelte er aus Rundfunkbeiträgen, die der streitbare Romancier und Philosoph zwischen 2003 und 2006 verfasste. Fasziniert folgt der Leser diesen ebenso aufschlußreichen wie spannenden Stücken, die Kultur, Lebenskunst und Politik vereinen zu dem Mosaik einer Weltreligion, die ihre befreienden Potenzen noch nicht wirklich entdeckt zu haben scheint.
Exzellent übersetzt von dem Paul-Celan-Preisträger Rainer G. Schmidt.
Aus dem Inhalt: Entschleierung – Der Krieg der Bilder – Irakische Lektionen – Das Verbrechen von Madrid – Über den 11. September – Über den Exzeß – Zwischen Rabbinern und Imamen – Tsunami – Frauen und Mullahs – Erschaffener Koran – Analphabetisches Wissen – Der Fanatismus.

»Meddebs zwischen März 2003 und Januar 2006 für das Radio entstandenen Meditationen sind Interventionen. Sie zerbrechen unsere Vorurteile … Meddeb macht auf jeder Seite klar, wie der Osten nicht ohne den Westen zu denken ist und dass beide ohne den anderen auch nicht zu denken vermögen.« Frankfurter Rundschau (6.12.2007)

»Es ist die von intellektuellen Moden unbestochene Urteilskraft, durch Meddebs konstruktive Islamkritik aus der Masse gut gemeinter, aber schlecht durchdachter Einlassungen herausragt.« NZZ (14.2.2008)

Abdelwahab Meddeb

Abdelwahab Meddeb
Foto: © Manfred Metzner

Abdelwahab Meddeb, 1946 gebürtig in Tunis aus einer Gelehrtenfamilie, ließ sich 1967 in Paris nieder. Er war Produzent der Talkshow „Cultures d’Islam auf France Culture und Herausgeber der Zeitschrift „dédale“, lehrte an Hochschulen weltweit. Als Dichter und Übersetzer suchte er die  Verbindung zwischen ekstatischem Erleben und analytischem Blick auf die Kultur in Orient und Okzident. Am bekanntesten wurde er mit dem durch die Ereignisse vom 11. September 2001 motivierten Essayband La Maladie de l’Islam (dtsch. Die Krankheit des Islam, 2002). Er starb 2014 in Paris.

Rainer G. Schmidt

Rainer G- Schmidt, 1950 im Saarland geboren, studierte Kunstgeschichte, Philosophie, Germanistik und Soziologie in Saarbrücken, Marburg und Berlin. Veröffentlichung zahlreicher Lyrikbände sowie Übersetzungen aus dem Englisch und Französischen. Seine Deutsche Erstübersetzung des Melvill’schen Monumentalromans „MARDI – und eine Reise dorthin“ wurde 1998 mit dem Paul-Celan-Übersetzerpreis ausgezeichnet.

Kurt Wolff-Stiftung
Wir unterstützen die Arbeit der Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene: www.Kurt-Wolff-Stiftung.de
Preisträger Deutscher Verlagspreis 2019
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