2020

  1. Max Czollek über Hirsch Glik

    Neu in der Zwiesprachen-Reihe, herausgegeben von Ursula Haeusgen und Holger Pils, ist Max Czolleks Zwiesprache über den im deutschen Sprachraum nahezu unbekannten, auf Jiddisch schreibenden Autor Hirsch Glik Sog nit kejn mol, as du gejsst dem leztn weg.« Zu einem Archiv wehrhafter Poesie bei Hirsch Glik.

  2. »Reisen«

    Neu in unserer AfrikAWunderhorn-Reihe: Helon Habilas Roman Reisen, übersetzt von Susann Urban, hrsg. von Indra Wussow. Der Protagonist, ein in den USA lebender Akademiker aus Nigeria, zieht mit seiner amerikanischen Frau nach Berlin. Dort trifft er auf afrikanische Immigranten, deren Schicksal und Fluchterlebnisse sein privilegiertes Leben in den USA in Frage stellen. Als er eine junge Frau aus Sambia in die Schweiz begleitet, wo sie die Todesumstände ihres Bruders klären will, steigt er auf der Rückreise nach Berlin ohne Papiere in den falschen Zug und landet in einem Flüchtlingslager am italienischen Mittelmeer …

  3. »Unreisen«

    In diesem Jahr sind viele auf ihren Reiseplänen sitzen geblieben. So auch Indra Wussow, Herausgeberin unserer AfrikAWunderhorn-Reihe, und die Schriftstellerin Felicitas Hoppe, Trägerin des Großen Preises des Literaturfonds. In Unreisen erkunden die Weltreisenden fremde und vertraute Landschaften, verorten die Sehnsucht nach dem Paradies und die Strapazen, die das Sich-auf-den-Weg-machen mit sich bringt. Eine so kluge wie erhellende Selbstbefragung über Möglichkeiten und Grenzen kultureller Aneignung und über tröstliche Momente des Rückzugs und der Sesshaftigkeit in Zeiten von Corona.

  4. »Nationalität: Mensch!«

    21 Autor*innen, ein Roman: Nach sechs Jahren gemeinsamer Schreibarbeit präsentieren die HeidelFriends, eine Gruppe junger Autor*innen, ihren langersehnten Roman. Nationalität: Mensch! ist aber nicht nur Produkt eines großartigen integrativen Projekts, sondern verhandelt zudem lebensnah Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und Identität. 

    Am 15. Oktober fand eine digitale Buchvorstellung mit den Autor*innen, Jagoda Marinić (Leiterin Interkulturelles Zentrum Heidelberg) und Manfred Metzner (Verleger) statt. Sie kann hier nachgesehen werden.

  5. VERSschmuggel Kanada

    Mit der neuerschienenen VERSschmuggel-Anthologie direkt in die Gegenwartslyrik aus Kanada – Gastland der Frankfurter Buchmesse – eintauchen: Sechs Dichter*innen aus dem deutschsprachigen Raum trafen coronabedingt in virtuellen Räumen auf sechs französisch- und sechs englischschreibende kanadische Dichter*innen. Die Ergebnisse dieses intensiven poetischen Transfers, der in einer Zeit, in der sich Länder massiv gegeneinander abschotten, wichtiger denn je ist, werden in guter analoger Tradition in dieser dreisprachigen Anthologie präsentiert.

  6. Hölderlins Ode auf Heidelberg

    Erstmalig sind alle Handschriften des ersten Entwurfs von Hölderlins Ode auf Heidelberg in einer Faksimileedition vollständig versammelt und erschlossen; hrsg. von Roland Reuß und Marit Müller. Um sich in dem komplizierten Entwurf besser orientieren zu können, begleitet die Faksimiles eine standgenaue Transkription.
    Die vollständige Fassung des ersten Entwurfs kann außerdem bis zum 6. Dezember im Kurpfälzischen Museum der Stadt Heidelberg bestaunt werden.

  7. »mme perreq«

    Wie schreibt man heute Briefe? Das Designerinnen-Kollektiv Ougrapo und die Schreibwerkstatt Oulipo Frankfurt machen es vor. Mithilfe formaler Zwänge bauen sie einen kollektiven Roman, der Brücken spannt zwischen Form und Inhalt, Fiktion und Realität. Entstanden ist dieses verrückte Kompendium progressiv literarischer sowie grafischer Verfahren. Formale Raster à la Oulipo sind Kern des Buchs. Hinter der französischen Autorengruppe Oulipo (Werkstatt potenzieller Literatur) mit ihrem berühmtesten Vertreter Georges Perec (1936–1982) stecken fast nur Männer. Endlich ergreift eine Frau das Wort: mme perreq.

  8. SWR Bestenliste

    Wir freuen uns, dass Dany Laferrières Roman Ich bin ein japanischer Schriftsteller auf Platz 1 der SWR Bestenliste September ist. In der Jury-Begründung heißt es: »Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein Roman den gesamten Diskurs um ethnische Zugehörigkeit, Herkunft und falsche Heimatgefühle einmal gehörig durcheinanderwirbelt, auf sehr lustige Weise, aber mit einem dahinter liegenden tieferen Ernst.«

  9. Identität ad absurdum

    Marko Martin (Deutschlandfunk Kultur) über Ich bin ein japanischer Schriftsteller: »Dany Laferrière führt in seinem neuen Roman die Idee des Identitären auf charmante Weise ad absurdum: Weshalb sollte ein in der Karibik geborener und heute in Kanada lebender Autor nicht zumindest temporär ›japanisch‹ werden?«

  10. 75 Jahre Hiroshima

    Der Abwurf der US-Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki jährt sich in diesem Jahr zum 75. Mal. 
    Unsere Autorin Angela Bubba hat sich mit der Massenvernichtungswaffe beschäftigt: In ihrem literarischen Essay Alberto, Elsa und die Bombe schreibt sie über die Auswirkungen der nuklearen Gefahr und führt auf eindrucksvolle Weise vor Augen, was die Spezies Mensch zu verlieren hat, wenn sie sich nicht endgültig von ihren atomaren Macht- und Vernichtungsträumen verabschiedet. 

  11. »Ich bin ein japanischer Schriftsteller«

    Der neue Roman von Dany Laferrière ist da! Ein teuflisch intelligenter und humorvoller Roman mit dem Laferrière, scheinbar unberührt von gängigen Klischees, eine nachdenklich stimmende Antwort auf die uns alle beschäftigenden Fragen gelingt: Worin ähneln, worin unterscheiden wir Menschen uns; wer und was bestimmt über unsere Identität und Zugehörigkeit? Mehr

  12. Lesung »Wir sind es wert«

    Wir laden Sie herzlich zu einer Buchvorstellung und Lesung der Kurzgeschichten-Anthologie Wir sind es wert, herausgegeben von Marie-Luise Hiesinger, ein. Nutzen Sie die Gelegenheit mit den Autor*innen, der Herausgeberin, dem Verleger und den Jurymitgliedern zu diskutieren. Lassen Sie sich anstecken von der ungemeinen Lust auf das Schreiben und Lesen!
    Freitag, 13. November 2020, 19 bis 22 Uhr in der Volkshochschule Schwetzingen
    Eintritt Abendkasse: 8 Euro, bzw. 4 Euro ermäßigt
    Anmeldung bis zum 12. November

  13. »Den Wiederholungen folgen«

    Nico Bleutges Zwiesprache Den Wiederholungen folgen über Inger Christensen, gehalten im Lyrik Kabinett München, ist jetzt auch in gedruckter Form erhältlich. Herausgegeben wird die Zwiesprachen-Reihe von Ursula Haeusgen und Holger Pils.

  14. Dlf-Kultur Empfehlungen

    Die Anthologie »Unter der dünnen Mondsichel. Gedichte aus Schottland«, herausgegeben von Sigrid Rieuwerts und Hans Thill ist eine von fünf Buchempfehlungen des Deutschlandfunk Kultur für den Monat Juli!

  15. Deutscher Verlagspreis 2020

    Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Deutschen Verlagspreis 2020 ausgezeichnet werden! Eine wunderbare Nachricht in diesen Zeiten.
    Herzliche Gratulation auch an alle ebenfalls prämierten Verlage!

  16. Pulitzer-Preis für Jericho Brown

    Wir gratulieren Jericho Brown ganz herzlich zum Pulitzer-Preis (Dichtung)! Gedichte von Jericho Brown, ins Deutsche übersetzt von Georg Leß, können Sie in VERSschmuggel / reVERSible. Poesie aus den USA und Deutschland lesen und hören.

  17. Radiobeitrag zu AfrikaWunderhorn

    Unsere Reihe AfrikaWunderhorn feiert in diesem Jahr ihren 10. Geburtstag! Mehr über die Reihe können Sie z. B. in diesem Radiobeitrag von SWR2 erfahren.

  18. »Wir sind es wert«

    Eine Anthologie mit 127 Kurzgeschichten. Allesamt Siegertexte eines seit 1993 existierenden Schreibwettbewerbs an einer kaufmännischen Schule in Heidelberg. Wir sind es wert, herausgegeben von Marie-Luise Hiesinger, liefert ein Psychogramm von Jugendlichen über einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren.
    Die Anthologie mag junge Menschen zum Schreiben ermutigen und Lehrer*innen dazu inspirieren, im Unterricht mit diesen Texten zu arbeiten.

  19. Kieler Kulturpreis 2020 für Arne Rautenberg

    (c) Birgit Rautenberg

    Wir gratulieren unserem Autor Arne Rautenberg herzlich zum Kieler Kulturpreis 2020! Zuletzt ist von Arne Rautenberg sein Gedichtband permafrost bei uns erschienen.

  20. »Alberto, Elsa und die Bombe«

    Angela Bubbas literarischer Essay schlägt ein besonderes, in Deutschland bisher unbekanntes Kapitel im Leben des italienischen Schriftstellers Alberto Moravia (1907–1990) und dessen Frau, der Schriftstellerin Elsa Morante (1912–1985), auf. Beide waren pazifistisch eingestellt, beide beschäftigten sich in ihren schriftstellerischen Werken mit der atomaren Bedrohung und den Folgen eines Atomkriegs. Mehr

  21. »Unter der dünnen Mondsichel«

    Der neue Band aus der Reihe »Poesie der Nachbarn«, ein Projekt des Künstlerhauses Edenkoben und der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, ist da! Dieses Mal geht es ins lyrische Schottland. Die Gedichte in Unter der dünnen Mondsichel, hrsg. von Sigrid Rieuwerts und Hans Thill, sind erfüllt von jener Energie, die aus der Vielsprachigkeit kommt, aus dem inspirierten Wechsel zwischen Gälisch, Scots und Englisch. Sie künden von widerständigem Geist, Witz, Melancholie. Mehr

  22. Digitale Buchmesse

    So verständlich und sinnvoll die Absage der Leipziger Buchmesse ist: Vor allem kleine, unabhängige Verlage trifft sie enorm. In den großen Buchhandlungsketten finden Sie wenige Bücher aus kleinen Verlagen; durch den Ausfall der Buchmesse fehlt nun ein wichtiger Ort der Präsentation. Viele Verlage schaffen diesen Ort der Präsentation nun im digitalen Raum: auf den Social-Media-Kanälen. Wir machen auch mit und präsentieren Ihnen in den nächsten Tagen auf Facebook, Twitter und Instagram unsere Neuerscheinungen und viele Empfehlungen aus unserem Programm. Auf zur digitalen Buchmesse!

  23. Förderung kleiner Verlage

    Um die finanzielle Situation kleiner Verlage ist es nicht allzu gut bestellt. Ob Verlagspreise von Bund und Ländern das wahre Mittel sind, um der Krise entgegenzuwirken, ob eine strukturelle Förderung nötig ist oder ob eine Subventionierung die Unabhängigkeit und Kreativität der Verlage einschränkt, damit beschäftigt sich dieser Beitrag von Ulrich Rüdenauer im Deutschlandfunk Kultur. Auch Wunderhorn-Verleger Manfred Metzner kommt zu Wort.

  24. »Kollektive Amnesie«

    Eine der interessantesten jungen Stimmen Südafrikas präsentiert ihr langerwartetes Lyrikdebüt: Koleka Putuma beschäftigt sich in Kollektive Amnesie mit dem Schwarz- und Frau-Sein und taucht dabei unerschrocken in die Geschichte ihres Landes ein. Ihre Gedichte fordern Gerechtigkeit, pochen auf Sichtbarkeit und bieten Heilung. Putuma erforscht in ihnen Konzepte von Autorität – in akademischer Welt, Religion, Politik und Beziehungen –, um zu fragen, was wir gelernt haben und was wir verlernen müssen. Mehr

  25. 15 Minuten Glissant am Tag

    Der Schweizer Kurator Hans Ulrich Obrist, künstlerischer Leiter der Serpentine Galleries in London, im SPIEGEL-Interview:
    SPIEGEL: »Die Kunst soll also die Welt retten? Wie genau?«
    Obrist: »Dazu mache ich mir jeden Morgen Gedanken, wenn ich nach dem Aufwachen meine fünfzehn Minuten Édouard Glissant lese. Er ist für mich mit Abstand der wichtigste Autor unserer Zeit, weil er die Phänomene, die die Globalisierung hervorbringt, vorausgesehen hat.«

  26. Buchpräsentation »Zeit der vielen Einsamkeiten«

    Im Rahmen eines literarischen Frühstücks lesen am Sonntag, den 9. Februar um 10 Uhr Ilona Einstein, Esther Graf, Nelly Z. Graf und Sabine Metzger aus der Anthologie »Zeit der vielen Einsamkeiten« ausgewählte Werke von Siegfried Einstein. Mit Musik von Amnon Seelig und einem Grußwort der Stadt Mannheim von Helen Heberer. Die Veranstaltung findet in der Jüdischen Gemeinde Mannheim (Rabbiner-Grünewald-Platz) statt. Es werden 15 Euro Eintritt erhoben, Ermäßigte zahlen 12 Euro.